Doku: Kirchen meiden Auseinandersetzung mit AfD


Eine Kirche in Frankfurt © friedenspanzer @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
Ausgangspunkt für eine SWR-Recherche zu Christen und die AfD soll eine von der Konrad-Adenauer-Stiftung unter Verschluss gehaltene Studie gewesen sein. Die Stiftung widerspricht: Druck seitens rechtskonservativer Kirchenkreise habe es nicht gegeben.

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Eine Dokumentation des Südwestrundfunks (SWR) wirft den Kirchen vor, nicht entschieden genug gegen rechtes Gedankengut und AfD-Funktionäre in den eigenen Reihen vorzugehen. Ausgangspunkt für die Recherchen war nach SWR-Angaben eine bereits vor zwei Jahren erstellte, aber bislang unter Verschluss gehaltene Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung, in der vor „Radikalisierungstendenzen am rechten Rand der Kirchen“ gewarnt wurde. Die CDU-nahe Stiftung wies diese Darstellung am Mittwoch in Berlin zurück.

Das Meinungspapier „Unheilige Allianzen“ vom Juni 2015 sei an einen Kreis interessierter Leser versandt worden und könne damit nicht „unveröffentlicht“ genannt werden, sagte Pressesprecher Tobias Bott dem Evangelischen Pressedienst auf Anfrage: Es habe keinen Druck seitens ‚rechtskonservativer Kirchenkreise‘ gegeben, die die Veröffentlichung verhindern wollten, wie Filmautor Thomas Leif behaupte. Ganz im Gegenteil habe es nach der Veröffentlichung „rege Diskussionen um die Kernaussagen des Papiers“ gegeben.

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