Buchmesse kann sich gegen Neonazis kaum wehren


Udo Voigt, langjähriger Vorsitzender der verfassungsfeindlichen NPD und EU-Abgeordneter, will auf der Buchmesse für seine Gesinnung werben. Foto: Imago
Die Frankfurter Buchmesse will Auftritte von Rechtsextremen unterbinden. Doch Udo Voigt, langjähriger Chef der verfassungsfeindlichen NPD, kündigt sein Kommen an.

Von Danijel Majic | Frankfurter Rundschau

Udo Voigt scheint sich sicher zu sein: Er und seine Gesinnungsgenossen werden bei der kommenden Buchmesse auftreten. „Die Frankfurter Buchmesse bietet eine willkommene Möglichkeit, die mediale Schweigespirale zu durchbrechen und für unsere Anliegen Gesicht zu zeigen“, lässt der EU-Abgeordnete und langjährige Vorsitzende der verfassungsfeindlichen NPD in einer Pressemitteilung wissen. Er freue sich auf Frankfurt. Zeit und Ort seines Auftritts „auf der Buchmesse“ würden noch bekanntgegeben.

Die Präposition „auf“ ist in diesem Statement entscheidend. Mitte dieser Woche hatte die FR berichtet, dass die rechtsextreme Stiftung „Europa Terra Nostra“ zwei von ihr herausgegebene Bücher auf der Frankfurter Buchmesse präsentieren will und in diesem Rahmen auch Auftritte Voigts, des britischen Neonazis Nick Griffin und des wegen Mitgliedschaft in einer Terrorgruppe verurteilten Roberto Fiore aus Italien plane.

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