Kirchenhistoriker Kaufmann: 500. Reformationsjubiläum „vergeigt“


Der Göttinger Kirchenhistoriker Thomas Kaufmann bilanziert vor Abschluss der Feiern zu 500 Jahren Reformation ein „vergeigtes Jubiläum“. Die Besuchererwartungen seien „hypertroph“ gewesen und verfehlt worden.

evangelisch.de

Die Jubiläumsblase mit ihren fantastischen Zielen eines „Sommermärchens“, des Entstehens einer „Generation 2017“ und eines Wachsens der evangelischen Kirche gegen den Trend sei geplatzt, schreibt der Universitätsprofessor Thomas Kaufmannin einem Gastbeitrag für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Freitag). Die Besuchererwartungen seien „hypertroph“ gewesen und verfehlt worden.

Als Grund für die aus seiner Sicht schlechte Bilanz des Festjahres nennt der Wissenschaftler, dass die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) die akademische Theologie von der Planung für das Jubiläumsjahr ausgeschlossen habe. „Die früheren Reformationsjubiläen wurden vor allem von Staatsakteuren und Theologieprofessoren bestimmt.

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