Verbrechen scheint sich für untere Einkommensschichten zu lohnen


Bild: heise.de/TP
Nach einer Studie von Kriminologen verdienen Räuber, Diebe oder Drogenhändler mehr als Arbeitnehmer ohne oder mit Highschool-Abschluss

Von Florian Rötzer | TELEPOLIS

Nach einem Sprichwort heißt es, Verbrechen lohnt sich nicht. Damit ist vor allem gemeint, dass Verbrecher damit rechnen müssen, gefasst und bestraft zu werden, aber die Frage ist natürlich auch, ob eine berufsmäßig ausgeübte Verbrechenskarriere dem Einkommen nach lohnend ist. Dass organisierte Kriminalität für die oberen Ränge, aber auch Betrug im Internet oder im Finanzsektor reich machen können, weiß man. Verlässlichen Statistiken über die kleineren Durchschnittskriminellen gibt es aus verständlichen Gründen nicht.

In den USA verlangt allerdings die Steuerbehörde, dass auch illegal erworbenes Einkommen gemeldet und versteuert werden muss. Genannt wird beispielsweise Geld, das durch den Verkauf illegaler Drogen verdient wird. Das müsse in der Steuererklärung „Form 1040, Zeile 21“ oder im „Schedule C oder Schedule C-EZ“ eingetragen werden, falls es durch selbständige Arbeit eingenommen wurde. Das wird selbstverständlich kaum wahrgenommen, manchmal aber doch, berichtet CNN, nämlich geben festgenommene Kriminelle ihre Einnahmen manchmal an, um nicht zusätzlich wegen Steuerhinterziehung beine Strafe aufgebrummt zu bekommen.

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