EU-Verhandlungen mit Türkei: Merkel denkt an Suspendierung statt Abbruch


Deutschlands Kanzlerin Angela Merkel und Außenminister Sigmar Gabriel äußerten sich in der Diskussion um die EU-Beitrittsverhandlungen der Türkei. – (c) APA/AFP/TOBIAS SCHWARZ (TOBIAS SCHWARZ)
Die deutsche Bundeskanzlerin Merkel kann sich nun auch ein Aussetzen der EU-Gespräche mit der Türkei vorstellen. Außenminister Gabriel will künftig Gespräche über eine andere Form der Zusammenarbeit mit dem Land führen, der Brexit könnte hierfür ein Modell liefern.

Die Presse.com

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) setzt in der Debatte um die Zukunft der EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei nun offenbar auf eine Aussetzung der Gespräche statt auf einen förmlichen Abbruch. „Es gibt auch die Möglichkeit, die Verhandlungen per Mehrheitsbeschluss zu suspendieren“, sagte Merkel der „Passauer Neuen Presse“ (Samstagsausgabe).

Zuvor hatten sich erst SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz und dann auch Merkel in ihrem TV-Duell am 3. September für ein Ende der Beitrittsgespräche mit der Türkei ausgesprochen. Dies stieß aber bei den meisten EU-Staaten auf Ablehnung.