Die Pleitetour der Freifrau von Beverfoerde


Hedwig Freifrau von Beverfoerde (2014). Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 2.0 – Metropolico.org
Sie zogen durch neun Städte, um den Menschen zu erklären, warum die Ehe für alle abzuschaffen gehört. Es ist ihnen nicht gelungen. Hedwig von Beverfoerde sollte sich Hobbys suchen. Ein Kommentar.

Von Katja Thorwarth | Frankfurter Rundschau

Fleißig hatten sie die Werbetrommel auf allen Kanälen gerührt: Freifrau Hedwig von Beverfoerde, ihr klerikaler Verein „Demo für alle“ sowie die rechte Splittergruppe CitizenGo um Eduard Pröl. Einen orangefarbenen Bus mit einem Stich ins Braune hatten sie aus Österreich gechartert, unschuldige Jugendliche solange indoktriniert, bis sie freiwillig in das Gefährt stiegen, um einem Kreuzzug gleich durch die Republik zu rasen und ihre Botschaften aus der bundesrepublikanischen Mottenkiste in zehn Städten zu verbreiten. Die Jungs und Mädels in ihren orangenen T-Shirts können einem nur leidtun und sollten sie ein Trauma davontragen – verantwortlich ist dafür einzig die Freifrau von Beverfoerde.

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