Homoehe im Lichte der Biologie – Ulrich Kutschera


Ulrich Kutschera, 2010. Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0

Professor Ulrich Kutschera: „Wie aus den vielen positiven Zuschriften hervorgeht, haben Bürger inzwischen Angst, öffentlich ihre Meinung zu sagen. Politisch nicht korrekte Aussagen sind leider unerwünscht.“

Von Dorian Urbanowicz | kath.net

Interview des polnischen Wochenmagazins „Sieci“ mit Prof. Ulrich Kutschera. Der international tätige Evolutionsbiologe und Physiologe ist Professor am Institut für Biologie der Universität Kassel, außerdem Visiting Scientist in Stanford/Kalifornien.

Dorian Urbanowicz: Herr Prof. Kutschera, nachfolgend einige Fragen zu Ihrem kontroversen kath.net-Interview vom 5. Juli 2017 mit dem Titel „Ehe für alle: ‚Diese widersinnige Entscheidung überrascht mich nicht‘“ (kath.net hat berichtet) sowie Ihren Kommentar zu diesen Darlegungen, ebenfalls auf kath.net erschienen, unter der Überschrift „Ehe für alle und der Stiefvater-Effekt“ veröffentlicht worden sind (kath.net hat berichtet).

Was denken Sie über die Legalisierung der Homo-Ehe in Deutschland? Wer steckt dahinter und wer profitiert davon?

Kutschera: Die „Ehe vollziehen“ mit dem Resultat einer inneren Befruchtung (Sex-Akt) können nur Mann/Frau (Hetero)-Paare. Daher sind Begriffe wie „Homosex“ und „Homo-Ehe“, biologisch betrachtet, unsinnige Wortschöpfungen. Von einer Aufwertung eingetragener Mann-Mann- bzw. Frau-Frau-Partnerschaften in den Ehe-Stand halte ich nichts. Eine politisch einflussreiche Links/Grün/Rot-indoktrinierte Gender-Homo-Lobby steht vermutlich dahinter, die unsere „christlichen“ Parteien fest im Würgegriff haben.

In meinem Fachbuch „Das Gender-Paradoxon“ (2016) (http://www.spektrum.de/rezension/buchkritik-zu-das-gender-paradoxon/1414502) habe ich die ideologischen Grundlagen dieser „Frau-gleich-Mann-Ideologie“, verborgen unter dem Begriff „Gender-Theorie“, dargelegt und wurde dafür in vielen Medien abgestraft. Profitieren wird ein gewisses radikal-feministisch orientiertes Klientel mit guten Verbindungen zu den Massenmedien.

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2 Comments

  1. Ich distanziere mich als Evolutionsbiologe von den erneuten absurden Äußerungen Kutscheras zu diesem Thema. Ich mache mir ein wenig Sorgen um seine geistige Gesundheit:

    „…Begriffe wie „Homosex“ und „Homo-Ehe“, sind biologisch betrachtet, unsinnige Wortschöpfungen…“

    Diese Begriffe sind auch nicht „biologisch“ zu betrachten. Beim Sex unter Menschen geht es in den allerseltensten Fällen um Reproduktion oder wie er es ausdrückt, um „innere Befruchtung“. Ist ihm das etwa entgangen? Dann hat er aber viel im Leben verpasst! Und „Ehe“ biologisch betrachtet? Wie soll das aussehen? Das ist kein biologischer Fachterminus.

    Herr Kutschera sollte aufhören, die Biologie für seine konservative Propaganda zu missbrauchen und damit ihrem Ansehen zu schaden.

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    1. stimme mit Ihnen vollkommen überein. hab kutscheras entgleisungen auf der kath.net seite gelesen und muss ihn wohl laut seiner wortwahl dem christlich-fundamentalistischen spektrum zuordnen, der die biologie in diesem sinne umdeutet.

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