Ist Fotografie grundsätzlich rassistisch?


Hoher Kontrastumfang lässt Schatten im Vordergrund absaufen. Bild: Christoph Jehle
Seit Ende August geistert die These durch die Lande, dass Fotografie grundsätzlich rassistisch sei, weil sie für die Wiedergabe heller Hauttöne optimiert wäre

Von Christoph Jehle | TELEPOLIS

Ausgelöst durch ein Tagesspiegel-Interview mit der Uni-Dozentin Natasha A. Kelly vom 30. August, steht der Vorwurf im Raum, dass Fotografie grundsätzlich rassistisch sei, weil sie von Anfang an auf die Wiedergabe heller Haut optimiert sei: „Wenn wir etwa die Technik der Fotografie anschauen: Die Belichtungstechnologie wurde für weiße Haut entwickelt. Das ist eine Normsetzung, wie es sie in zahlreichen anderen Bereichen auch gibt, ohne dass das vielen Menschen bewusst wäre“.

Erweitert wurde der Vorwurf, dass Fotografie rassistisch sei, in einem zweiten Artikel des Tagesspiegel am Abend des 30. August unter dem Titel Kann Technik rassistisch sein?. Auch dort hieß es, sie Belichtungstechnologie sei „für weiße Haut entwickelt worden.“ Der Vorwurf wird generell für die analoge, wie auch die digitale Fotografie einschließlich aller Wiedergabemethoden erhoben.

In Österreich war bereits im August des Jahres 2008 der Vorwurf erhoben worden, dass Hinweise für ein optimal ausgeleuchtetes Passbild rassistisch seien. Damals hingen in allen Passämtern Österreichs Beispiele für richtige und falsche Belichtung von Passbildern aus. Neben der überbelichteten Blondine, deren Haar sich im Nichts auflöste, wurde ein unterbelichtetes Bild eines Schwarzen gezeigt, dessen Kinnpartie im Schwarz des Bildes abgetaucht ist, so dass sich Kopf und Hals praktisch nicht mehr unterscheiden lassen.

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4 Gedanken zu “Ist Fotografie grundsätzlich rassistisch?

  1. Wenn Gender-Studies und/oder Soziologen eine Studie machen, kommt häufig so ein Unsinn dabei heraus. Da werden technische Zusammenhänge nich begriffen, also saugt man sich irgendwas rassistisches oder feministisches aus den Fingern. Möchtegern-Akademiker, die vor allem plappern aber nicht denken können.

    Wird bei solchen „Studien“ kein Peer-Review gemacht und wenn, warum sitzen dann da Leute, die so einen Unsinn durchgehen lassen? Eigentlich ist so was ja wissenschaftlicher Analphabetismus. Diese „Forscher“ beherrschen die Wissenschaftstheorie nicht und arbeiten auf Basis von Ideologie, statt auf Basis von Fakten. Sie suchen scheinbare Bestätigung für ihre Hypothesen, die meist nur eine Mischung aus Annahmen und Vorurteilen ist. So funktioniert seriöses wissenschaftliches Arbeiten aber nicht – aber es passt bestens zu Religion und Ideologie.

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    1. @Nikpol Ich sehe keine sachlichen Gegenargumente. Außerdem habe ich mehr als genug Belege für meine Behauptung. Exemplarisch:
      hier und hier und hier. Dieser pseudointelligente und pseudowissenschaftliche Unsinn macht sich nicht nur an den Universitäten breit.

      Ob dieses Blog wirklich den Namen „Brights“ verdient, bezweifle ich inzwischen stark. Auch hier wird des öfteren mit „Glauben“ und „Überzeugung“, oder einfach Abwertung reagiert, statt mich mit sauberen, sachlichen und belegbaren Argumenten zu widerlegen. Not very „bright“ …

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    2. ich hab mir die Mühe gemacht, deine Quellen zu lesen, bzw. anzuhören. Bei dem youtube-Video hab ich mir fast den Arsch abgelacht. Der Rest ist obskurer Blödsinn, mit Halbwahrheiten gemischt.
      Erspar uns diesen Unsinn.

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