Skurril: Spinnen-„Tanten“ opfern sich


Bei der sozialen Spinne Stegodyphus dumicola versorgen auch jungfräuliche Weibchen die Eikokons und Jungspinnen – und opfern dafür sogar ihr Leben. © Anja Junghanns
Tödliche Fürsorge: Einige Spinnenarten sind sozial bis in den Tod. Denn bei ihnen helfen unverpaarte Weibchen nicht nur bei der Aufzucht des Nachwuchses, sie lassen sich ihm sogar fressen. Der Hintergrund dieses selbstlosen Opfers: Die Weibchen sind die Tanten der Spinnenkinder – und damit genetisch eng verwandt. Tragen sie dazu bei, dass der Nachwuchs überlebt, geben sie gleichzeitig damit auch einen Teil ihrer eigenen Gene weiter.

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Von sozialen Insekten wie den Honigbienen, Ameisen oder Termiten kennt man das: Während die Königin für den Nachwuchs sorgt, versorgen die Arbeiterinnen selbstlos sie und den gesamten Stock mit Nahrung und verteidigen ihn auch – ohne dass sie selbst jemals eigene Nachkommen haben. Dieser Altruismus scheint auf den ersten Blick widersinnig, doch er hat für alle Seiten Vorteile – und machte die sozialen Insekten zu einer der erfolgreichsten Tiergruppen überhaupt.

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