Die „Null“ ist viel älter als gedacht


Blick auf eine Seite des rund 1.700 Jahre alten Bakshali-Manuskripts. In ihm stehen Punkte für die Null. © University of Oxford Bodleian Library
Ein Symbol für das Nichts: Die Idee der Null als eigenständiger Zahl ist weit älter als bisher gedacht. Denn indische Mathematiker nutzten schon vor gut 1.700 Jahren einen Punkt als Nullsymbol – 500 Jahre früher als bisher angenommen. Den Beleg dafür liefert eine neue Radiokarbondatierung des ältesten bekannten Lehrwerks der indischen Mathematik, des Bakshali-Manuskrips. Aus den in ihm verwendeten Null-Punkten entwickelte sich später unser rundes Nullsymbol.

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Sie ist für uns heute selbstverständlicher Teil des Zahlenraums – und in der Informatik ist sie sogar unverzichtbar: die Null. Sie kennzeichnet einerseits eine leere Menge, anderseits aber bestimmt ihre Position den Wert einer Zahl. Doch längst nicht in allen frühen Kulturen gab es schon eine solche „Leerstelle“: Zwar nutzen die Babylonierbereits eine Art Platzhalter in ihrer Mathematik, aber weder die Griechen und Römer noch die Chinesen kannten eine Null.

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