Papst: Kirche spät dran mit Aufklärung von Missbrauch

Verehrungswürdige Puppe. Themenbild
Papst Franziskus hat eingeräumt, dass die katholische Kirche die Aufarbeitung von Missbrauchsfällen einige Zeit verschlafen hat.

ZEIT ONLINE

„Die Kirche ist ein bisschen spät angekommen“, sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche bei einem Treffen mit der päpstlichen Kinderschutzkommission laut Radio Vatikan. Die alte Praxis, Täter zu versetzen, habe „das Bewusstsein etwas eingeschläfert“, zitierten ihn zudem italienische Nachrichtenagenturen. 2014 hatte der Papst die Kinderschutzkommission  ins Leben gerufen.

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Muslime fühlen sich wegen ihrer Religion diskriminiert

39 Prozent der in der EU-Studie befragten Muslime fühlen sich wegen ihrer Herkunft benachteiligt (imago stock&people)
Eine Umfrage der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte zeigt, dass sich Muslime ihrem jeweiligen EU-Heimatland zugehörig fühlen. Dennoch sehen sich viele weiterhin diskriminiert – nicht nur wegen ihrer Hautfarbe.

Von Christine Auerbach | Deutschlandfunk

Die Grundaussage der neuen Studie zur Integration und Diskriminierung von Muslimen in der EU lässt sich in einem Satz zusammenfassen:

„Dass diese oft wiederholte Aussage, Muslime möchten sich nicht integrieren, können sich nicht integrieren, nichts mehr als ein Mythos ist.“

Sagt Katya Andrusz, die Sprecherin der Agentur für Grundrechte der Europäischen Union, die die Studie durchgeführt hat. Die Mehrheit der Muslime in der EU fühlt sich ihrem EU Heimatland zugehörig. Und hat Vertrauen in die demokratischen Institutionen dort. Ganze 92 Prozent sagen außerdem, dass es ihnen nichts ausmacht andersgläubige Nachbarn zu haben.

Isolierung wegen Diskriminierung

Allerdings zeigt die Studie auch, dass sich 39 Prozent der befragten Muslime wegen ihrer Herkunft benachteiligt fühlen. Und dass sich diese Leute, mit schlechter Erfahrung, deutlich weniger mit dem Land in dem sie leben verbunden fühlen, als die anderen Muslime. Das hat Folgen für die Integration warnt Ioannis Dimitrakopoulos, der Verantwortliche der Studie:

„Das ist ein Zeichen für die Zukunft, eine Alarmglocke, dass wir Maßnahmen brauchen, damit sich diese Leute nicht isolieren, an den Rand gedrängt fühlen. Das müssen wir vermeiden.“

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Schweiz: Bundesanwaltschaft klagt drei Vorstandsmitglieder des Islamischen Zentralrats an

Die Bundesanwaltschaft hat gegen drei Vorstandsmitglieder des Islamischen Zentralrats Anklage erhoben, unter ihnen Präsident Nicolas Blancho und Medienchef Qaasim Illi. Streitpunkt sind zwei Propagandavideos.

Neue Zürcher Zeitung

Die Bundesanwaltschaft (BA) wirft den drei Beschuldigten vor, gegen das Bundesgesetz über das Verbot der Gruppierungen al-Kaida und den Islamischen Staat sowie verwandter Organisationen (IS-Gesetz) verstossen zu haben. Das strittige Video wurde auf youtube veröffentlicht. Hersteller des Films ist Naim Cherni, der im Verein Islamischer Zentralrat der Schweiz (IZRS) verantwortlich ist für das «Departement für Kulturproduktion».

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Abschiebung von Terrorverdächtigen nur eingeschränkt möglich

Razzia an der Bilal-Moschee in Frankfurt-Griesheim, 1. Februar 2017. Ein Terrorverdächtiger wird festgenommen. Foto: Boris Roessler (dpa)
Ein unter Terrorverdacht in Hessen festgenommener Tunesier kann nach einem Beschluss des Bundesverwaltungsgerichts nur unter bestimmten Bedingungen abgeschoben werden.

Frankfurter Rundschau

Der unter Terrorverdacht in Hessen festgenommene Tunesier Haikel S. kann unter Bedingungen abgeschoben werden. Das hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig in einem am Donnerstag veröffentlichten Beschluss entschieden. Die tunesische Regierung müsse zusichern, dass S. im Fall der Verhängung einer lebenslangen Freiheitsstrafe die Möglichkeit bekommt, dass seine Strafe mit der Aussicht auf Herabsetzung der Haftdauer überprüft werde, hieß es.

Haikel S. war im Februar festgenommen worden und sitzt derzeit in Abschiebehaft. Die Ermittlungsbehörden halten den als Gefährder eingestuften Tunesier für hochgefährlich und werfen ihm vor, für die Terrormiliz IS in Deutschland einen Anschlag vorbereitet zu haben. In Tunesien steht er ebenfalls unter Terrorverdacht.

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Erdogans militarisierte Außenpolitik irritiert den Westen

Bild: W. Aswestopoulos
Türkische Truppen sind in Somalia, Katar, Nordirak, Nordsyrien, Afghanistan, Nordzypern, Aserbaidschan und vor der Küste des Libanon stationiert

Von Dirk Eckert | TELEPOLIS

Man könnte es als ein gutes Zeichen nehmen, wenn die Türkei ihr neues Flugabwehrsystem ausgerechnet in Russland kauft. Denn einen Krieg zwischen dem atlantischen Bündnis und Russland erwartet aktuell offenbar niemand – sonst würde die Türkei, seit 1952 Mitglied der NATO, ja kaum beim künftigen Kriegsgegner einkaufen. Und Russland würde den feindlichen Soldaten wohl kaum Abwehrsysteme verkaufen.

Doch der NATO ist das dennoch zu viel der Annäherung, sie ist alles andere als erfreut, dass die Türkei dem russischen Flugabwehrsystem S-400 den Vorzug gibt. Denn erstens geht Rüstungskonzernen im Westen ein großes Geschäft durch die Lappen. Und zweitens sorgt man sich, ob die Türkei und Präsident Recep Tayyip Erdogan einen neuen außenpolitischen Kurs verfolgen, nachdem das Land innenpolitisch immer mehr zur Erdogan-Diktatur verkommt.

Über das Geschäft war schon länger diskutiert worden, aber jetzt hat Erdogan Nägel mit Köpfen gemacht: Eine Anzahlung sei geleistet worden, gab der türkische Präsident bekannt. Den Rest vergab Russland als Kredit. Damit gehen US-Rüstungskonzerne wie Raytheon und Lockheed Martin leer aus. Beide produzieren das Patriot-System PAC-3, das in der NATO gebräuchlich ist. Auch das französisch-italienisches Konsortium Eurosam hatte sich mit dem System Aster 30 SAMP/T um den Auftrag beworben, der mit rund 3 Milliarden Euro beziffert wird.

Ursprünglich wollte die Türkei das Abwehrsystem in China kaufen. Schon das war im Westen als unfreundlicher Akt gewertet worden. Die türkische Regierung argumentierte allerdings, das Angebot der chinesischen Precision Machinery Import-Export Corporation, die das System HQ-9/FD-2000 herstellt, sei günstiger, außerdem würde ein Teil der Produktion der Türkei stattfinden. Aus dem Geschäft wurde jedoch aus mehreren Gründen nichts: Das chinesische System genügte den technischen Anforderungen nicht, außerdem sperrte sich China dann doch gegen Technologietransfer in der Form, dass die Türkei an der Produktion beteiligt wird. Schließlich machte noch die NATO Druck, nicht in China einzukaufen.

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Venus: Überraschung auf der Nachtseite

Während die Super-Rotation auf der Venus-Tagseite (rechts) eher regelmäßig verläuft, ist sie auf der Nachtseite sehr viel chaotische und unregelmäßiger. © ESA, JAXA, J. Peralta and R. Hueso
Chaotische Ströme und stehende Wellen: Ein erster Blick auf die Nachtseite der Venus enthüllt Überraschendes. Denn Atmosphäre und Wolken verhalten sich dort völlig anders als erwartet – und auch anders als auf der Sonnenseite. So rotiert die Gashülle unseres Nachbarplaneten auf der dunklen Seite weniger gleichmäßig und es gibt zuvor unbekannte Wolkenformationen. Besonders rätselhaft aber ist eine Dominanz von stehenden Wellen und Wolken auf der Venus-Nachtseite.

scinexx

Die Venus ist ein Planet der Extreme: Auf ihrer Oberfläche herrscht eine Gluthitze von fast 500 Grad Celsius, aktive Vulkane speien Lava und ein 90-fach höherer Druck als auf der Erde lastet auf allem. Als wäre das nicht genug, rasen Winde und Wolken aus ätzender Schwefelsäure in enormem Tempo um den Planeten. Die gesamte Gashülle der Venus rotiert dadurch 60 Mal schneller als der Planet selbst – Planetenforscher bezeichnen dies als Superrotation.

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Kabinett billigt neue Antisemitismus-Definition

Antisemitismus © MiG
Deutschland schließt sich einer erweiterten Definition von Antisemitismus an. Danach wird pauschale Israelkritik als Judenhass verstanden. Was formell klingt, könnte Konsequenzen in der Bildungs- und Polizeiarbeit haben. Jüdische Organisationen begrüßen den Schritt als wichtiges Signal.

MiGAZIN

Die Bundesregierung hat die Bedeutung des Kampfes gegen Antisemitismus betont. Das Bundeskabinett stimmte am Mittwoch in Berlin der Antisemitismus-Definition der Internationalen Allianz für Holocaust-Gedenken (IHRA) zu, die in ihrer Erläuterung auch eine pauschale Israelkritik als Judenhass versteht. „Wir Deutschen sind besonders wachsam, wenn Antisemitismus in unserem Land um sich zu greifen droht“, erklärte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU). Der Kampf gegen Judenhass gehöre zur Staatsräson. Bundesfamilienministerin Katarina Barley (SPD) sagte, Antisemitismus durchziehe leider noch immer die ganze Gesellschaft und gewinne wieder an Gewicht.

Die Definition der IHRA lautet: „Antisemitismus ist eine bestimmte Wahrnehmung von Juden, die sich als Hass gegenüber Juden ausdrücken kann. Der Antisemitismus richtet sich in Wort oder Tat gegen jüdische oder nicht-jüdische Einzelpersonen und/oder deren Eigentum, sowie gegen jüdische Gemeindeinstitutionen oder religiöse Einrichtungen.“ Mit der Annahme der Definition verbindet die Bundesregierung die Empfehlung, dies zur Grundlage in den Bereichen Bildung, Justiz und Polizei zu machen.

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Pfarrer verweigert Zahlung des Rundfunkbeitrages

Themenbild
Pfarrer Uwe Holmer, einer der bekanntesten Pastoren Deutschlands, verweigert ab sofort die Zahlung des Rundfunkbeitrags in Deutschland. Grund ist der wiederholte Verzicht von ARD und ZDF, über den „Marsch für das Leben“ zu berichten.

kath.net

Pfarrer Uwe Holmer, einer der bekanntesten Pastoren Deutschlands, verweigert ab sofort die Zahlung des Rundfunkbeitrags in Deutschland. Dies berichtet die Evangelische Nachrichtenagentur „idea“. Grund ist der wiederholte Verzicht von ARD und ZDF, über den „Marsch für das Leben“ zu berichten. In einem Brief an ARD und ZDF kritisiert der pensionierte evangelische Pastor den Verzicht auf eine Berichterstattung: „Von einer anderen Demonstration, sehr viel kleiner, haben Sie aber durchaus berichtet.“ Das sei eine „einseitige Politik“. Holmer: „Sie ziehen mir Pflichtgebühren ab. Damit übernehmen Sie die Pflicht, redlich zu berichten und nicht zu manipulieren.“ Die mehr als 7.500 Teilnehmer des Marsches für das Leben hätten darauf hingewiesen, dass in Deutschland jedes Jahr mehr als 100.000 Kinder im Mutterleib getötet werden. Sie forderten damit die Beachtung des gesetzlich verbrieften Rechtes auf Leben. Holmer zeigt sich empört: „Und ich habe ein Recht auf sachliche, ehrliche und wahrheitsgetreue Berichterstattung.“

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Religiotie: Mit Molotowcocktails gegen einen Kostümfilm

Religiöse Eiferer kämpfen in Russland gegen vermeintliche Blasphemie in einem Film über den letzten Zaren. Nun greift der Staat nach langem Zögern durch.

Von Ivo Mijnssen | Neue Zürcher Zeitung

Die russische Polizei hat am Mittwoch den christlichen Fundamentalisten Alexander Kalinin und neun weitere Aktivisten verhaftet. Kalinin ist der Anführer der extremistischen Organisation «Christlicher Staat – Heiliges Russland», der Terrorismus, Brandanschläge und Drohungen zur Last gelegt werden. Sie soll hinter den Angriffen auf die Macher des Films «Matilda» stecken. Mit den Verhaftungen setzen die Behörden einer stetig eskalierenden Kampagne ein vorläufiges Ende, die seit eineinhalb Jahren anhält.

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Was verrät unser Gesicht über unsere Sexualität?

Die Gesichtsform kann etwas über unser Verhalten und sogar unseren Sexualtrieb verraten. © vchal/ thinkstock
Die Gesichtsform verrät es: Männer und Frauen mit breiteren Gesichtszügen besitzen häufig eine stärkere Libido – zumindest legt dies eine Studie jetzt nahe. In dieser fanden Forscher einen Zusammenhang zwischen der Gesichtsform und dem Sexualtrieb ihrer Probanden. Bei Männern könnte ein breiteres Gesicht zudem auf eine Neigung zur Untreue hindeuten. Der Hintergrund dafür: Sowohl die Gesichtsform als auch das Sexualverhalten werden durch das Geschlechtshormon Testosteron beeinflusst.

scinexx

Das Gesicht eines Menschen spiegelt auch seine Persönlichkeit wider – so glauben wir jedenfalls, Instinktiv halten wir beispielsweise Männer mit breiten, eher maskulinen Gesichtszügen für eher egoistisch und sogar potenziell untreu. Politikerinnen profitieren dagegen davon, wenn sie eher feminine Züge besitzen. Dieser Face-ism geht soweit, dass er sogar Wahlentscheidungen und sogar Gerichtsurteile beeinflussen kann.

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Brasilien legalisiert „Homo-Heilung“ nach 18 Jahren wieder

Fotalia.
Ein Verbot der Behandlungen untergrabe die Forschungsfreiheit, urteilte ein Richter in der Hauptstadt Brasilia

Von Michael Pfeffer | GGG.at

8 Jahre lang waren in Brasilien „Konversionstherapien“ zur angeblichen „Heilung“ von Homosexualität verboten. Dann hat eine evangelikale Psychologin gegen das Verbot geklagt – und jetzt gewonnen. Damit sind die wirkungslosen und sogar gefährlichen Behandlungen in dem südamerikanischen Land wieder legal.

Eine Psychologin, die mit Gott spricht, klagt gegen das Verbot der umstrittenen „Konversionstherapien“

Im Jahr 1999 hat der brasilianische Psychologenverband „Konversationstherapien“ verboten. Der Verband hatte entschieden, dass Homosexualität keine Krankheit sei und die „Therapien“ zu erheblichen psychologischen Schäden bei den Betroffenen führten. Brasilien war somit das erste Land der Welt, das ein derartiges Verbot erlassen hatte.

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Kirche muss sich ihrer „antiziganistischen“ Geschichte stellen

Monument to the Romani murdered in the Polish village of Borzęcin. Bild: wikimedia.org/GFDL – Zygmunt Put Zetpe0202
Der Vorsitzende des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, Romani Rose, hat die evangelische Kirche aufgefordert, sich ihrer „antiziganistischen“ Geschichte zu stellen.

evangelisch.de

Ein klares Bekenntnis zur Aufarbeitung der jahrhundertealten und bis in die Gegenwart reichenden Vorurteile und Stereotypen über Sinti und Roma innerhalb der Kirche wäre ein wichtiger Schritt, sagte Rose am Mittwoch in Berlin bei einer Tagung der Evangelischen Akademie über „Protestantismus und Antiziganismus“. Dabei wurde auch eine Studie zum Thema vorgestellt.

Noch immer gebe es in der Forschung zu „viele Leerstellen“, mit denen sich Kirchenhistoriker auseinandersetzen sollten. Dabei sind für Rose die „zähen und langlebigen Vorurteile“ gegenüber den Sinti und Roma, die unter anderem vom Reformator Martin Luther (1483-1546) in seinen Schriften befeuert worden seien, Ausdruck eines gesellschaftlichen Versagens.

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Exorzismen: Hier geht’s mit dem Teufel zu

Marcus Wegner ist Journalist und war bereits bei mehr als 100 Teufelsaustreibungen mit dabei. Bei allen war er eingeladen. Foto: Elke Böcker
In der Vortragsreihe bei Audi berichtete der Journalist Marcus Wegner von Exorzismen. Die sind alles andere als ein Relikt aus dem düsteren Mittelalter.

Von Elke Böcker | Augsburger Allgemeine

Marcus Wegner beschäftigt sich seit 15 Jahren mit dem Thema „Exorzismus“. Der Journalist berichtete in der Reihe Auditoirum bei Audi mit beeindruckender Sachlichkeit von der weltweit in vielen Religionen, Sekten und religiösen Gruppierungen verankerten Behandlung sogenannter Besessener. Im Anschluss gab es bei der von Anna Niemann (Audi Kommunikation) moderierten Gesprächsrunde für die Zuhörer die Möglichkeit, Fragen an Marcus Wegner zu stellen.

Wegner konnte als Journalist und geladener Beobachter bislang an mehr als 100 sogenannten Teufelsaustreibungen teilnehmen. Die Informationen und Zahlen, die er recherchiert hatte, ließen dann so manchem aus dem Publikum den Atem stocken. So werden die meisten und auch die brutalsten Exorzismen innerhalb verschiedener evangelischer Freikirchen durchgeführt, erklärte Wegner. Er berichtete von einem Exorzismus an einem dreijährigen Kind: Es war ungehorsam und hatte genascht, obwohl es verboten war. In der Esoterikszene müsse man von drei bis vier Fällen pro Tag in Deutschland ausgehen. Diese Teufelsaustreibungen würden unter anderem von sogenannten Geistheilern durchgeführt – und kosten natürlich auch Geld. Mehrere tausend Euro seien nicht unüblich.

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Myanmar: Ashin Wirathu – der buddhistische Mönch, der nur Hass kennt

Ashin Wirathu: Das freundliche Gesicht des Hasses in Myanmar. Strip auf dem Tablet, gefällt ihm. © Pyae Sone Aung/Picture-Alliance
Immer wieder bricht in Myanmar der Konflikt mit den muslimischen Rohingya aus. Dass die Minderheit in dem buddhistischen Land wie Aussätzige behandelt wird, liegt an Hetzern wie Ashin Wirathu: der Mönch wirkt freundlich, aber propagiert reinen Hass.

Von Niels Kruse | stern.de

Eine absurdere Figur kann sich im Westen wohl kaum einer vorstellen. Ein buddhistischer Mönch, der „Burma Hitler“ genannt wird. Oder auch „Birmanischer Bin Laden“. Der vor Hass triefende Rede gegen Muslime hält. Der einer rechtsextremen Bewegung vorsitzt. Und der überzeugt davon ist, dass die „globalen Medien“ von der arabischen Welt kontrolliert werden. Kurzum: Wäre Ashin Wirathu, Mönch seit 35 Jahren, einer Drehbuchidee entsprungen, hätte jeder Regisseur abgewunken. zu unglaubwürdig. Doch den 49-Jährigen gibt es tatsächlich. In seiner Heimat Myanmar ist er mitverantwortlich für die regelmäßigen Gewaltausbrüche und Massenvertreibungen der Rohingya.

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Theologe beklagt Zurückhaltung der Kirchen

Der Dresdner Frauenkirchen-Geschäftsführer Frank Richter vermisst eine deutliche Stimme der Kirchen in der Gesellschaft. 

EKD

Ganz anders sei das 1988/1989 gewesen, als die ökumenische Versammlung in der DDR wesentliche Impulse für Veränderungen in der Gesellschaft gegeben habe und damit eine entscheidende Grundlage für die friedliche Revolution gab, sagte Richter in einem Vortrag unter dem Motto „Politische Verantwortung. Beobachtungen eines Grenzgängers“ in der katholischen Akademie des Bistums Dresden-Meißen.

„Wo ist die ökumenische Versammlung 2017?“, fragte der frühere Direktor der Landeszentrale für politische Bildung in Sachsen. Auch für das 500. Reformationsjubiläum und die damit verbundenen Feierlichkeiten hätte er sich eine Basisbewegung „von unten aus den Gemeinden heraus“ gewünscht – „ein bisschen mehr reformatorisch“, nicht „administrativ von oben organisiert“.

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Pastor who thinks mothers don’t belong in public office leads Bible study for Trump’s cabinet

Ralph Drollinger is a pastor known for inflammatory statements on everything from climate change to women’s right to work.
It’s an understatement to suggest that Republicans aren’t exactly forward thinking when it comes to women’s rights. Their legislative record, both at the state and federal levels, speaks for itself. In trying to limit women’s access to reproductive health care, it’s quite obvious that their version of progress is taking us back to a place in time when a woman’s place was solely limited to the home.

By Kelly Macias | Daily Kos/Church and State

Leading the way is Pastor Ralph Drollinger, a Californian and former UCLA basketball player, who is now teaching Bible study sessions for the members of Trump’s cabinet. He has some pretty retrograde views on women—and he doesn’t mind at all sharing them publicly.

He is the evangelical spiritual leader who once counseled a group of Sacramento lawmakers that female politicians with young children have no business serving in the Legislature. In fact, he called them sinners. […]

“It is one thing for a mother to work out of her home while her children are in school,” wrote Drollinger, a Californian who created a group called Capitol Ministries to teach evangelical interpretations of the Bible to politicians. “It is quite another matter to have children in the home and live away in Sacramento for four days a week. Whereas the former could be in keeping with the spirit of Proverbs 31, the latter is sinful.”

So according to the dear pastor, it may possibly be acceptable for a woman to work outside of the home, if her children are school-aged. But making a living while living apart from her children? That would send her straight to hell. Hmm … wonder if he feels the same way about a man who commutes for his job? Likely not. As far as the Bible study group itself from Trump’s cabinet—well, it’s comprised of the usual suspects. Take a moment to think of the most zealot-like members of the administration. Everyone you’d rather not be in charge of public policy specifically because they seem hellbent on bringing their religion into government. Did Mike Pence, Jeff Sessions and Betsy DeVos come to mind? Yup. It’s exactly those folks.

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Die verflixte Macht der Geschlechterrollen

legt haben Puppen fürs Mädchen, Technik für den Jungen: Die Geschlechterrollen sind bei vielen Kindern schon sehr früh klar verteilt. (Foto: imago/photothek)
  • Eine internationale Studie hat erneut bestätigt, dass Kinder schon früh in ihre Geschlechterrollen gepresst werden.
  • In 15 Ländern haben Forscher der Johns Hopkins Universität 450 Kinder im Alter von zehn bis 14 Jahren und deren Eltern zu ihren Geschlechtervorstellungen befragt.
  • In armen wie in reichen, in konservativen wie liberalen Ländern waren die Vorstellungen sehr ähnlich darüber, wie Mädchen in ihre Rolle als Frau hineinwachsen sollen, ebenso wie Jungen in die des Mannes.

Von Astrid Viciano | Süddeutsche.de

Ach, wie schön das Kleid der Barbie glitzert! Das goldblonde Haar der Puppe ist samtweich, verträumt streicht die brave Sechsjährige darüber, als der kleine Bruder ins Kinderzimmer stürmt. Er schnappt sich die Barbie und wirft sie – krawumm – gegen die Wand. Ein Rabauke halt, was soll man machen, beschwichtigen die Eltern lächelnd, so seien Jungs nun einmal.

Wem bei solchen Erklärungen übel wird, der sollte jetzt besser nicht weiterlesen. Denn eine internationale Studie hat nun erneut bestätigt, dass Kinder schon früh in ihre Geschlechterrollen gepresst werden. Weltweit. In verschiedenen Regionen und Gesellschaften. In insgesamt 15 Ländern haben Forscher der Johns Hopkins Universität 450 Kinder im Alter von elf bis 14 Jahren und deren Eltern zu ihren Geschlechtervorstellungen  befragt.

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‚Blutwunder von San Gennaro‘ in Neapel pünktlich eingetreten

Blutreliquie. Themenbild

Kardinal Sepe: Eingetrocknetes Blut des 305 enthaupteten Märtyrers hat sich verflüssigt

kath.net

Das Blutwunder des heiligen Januarius in Neapel ist pünktlich eingetreten. Zum Todestag des Schutzpatrons der Stadt verflüssigte sich Dienstagfrüh im Dom dessen Blutreliquie. Zu Beginn eines Gottesdienstes verkündete Kardinal Crescenzio Sepe das Eintreten des sogenannten Blutwunders („O miracolo“). Für Neapolitaner gilt das Ereignis als gutes Omen für ihre Stadt am Fuß des Vesuv. Gläubige auf dem Domvorplatz begrüßen die gute Nachricht mit Böllern.

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Sektenführerin ermordete vierjährigen Jungen – „Reinkarnation Hitlers“

Justitia Skulptur (CC-by-nc-sa/3.0 by Luc Viatour)

Eine heute 70 Jahre alte Sektenführerin ist wegen Mordes an einem vierjährigen Jungen angeklagt. Die Tat liegt 29 Jahre zurück, in dem Kind soll sie eine „Reinkarnation Hitlers“ gesehen haben.

Von Gregor Haschnik | Frankfurter Rundschau

Eine heute 70 Jahre alte Frau ist wegen Mordes an einem vierjährigen Jungen angeklagt. Die Tat liegt 29 Jahre zurück, die Frau soll das ihr in Obhut gegebene Kind als Anführerin einer Sekte im August 1988 getötet haben.

Nachdem die FR bereits in der heutigen Printausgabe darüber berichtet hatte, bestätige die Staatsanwaltschaft die Informationen am Nachmittag. Demnach wird der 70-Jährigen Folgendes vorgeworfen: Sie soll Jan, dessen Mutter ihn in ihre Obhut gegeben hatte, „aus niedrigen Beweggründen und grausam“ getötet haben.

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Florida’s Ayahuasca Church Wants to Go Legal

An integration session. Image: Josh Adler
Inside Soul Quest’s bid for government recognition

By Josh Adler | MOTHERBOARD

When the government contacted Soul Quest church in Orlando in August of last year, founder Chris Young had already administered illegal hallucinogens to thousands of his congregation members without federal approval.

In the letter, the US Drug Enforcement Agency asked Young and his cohort to apply for exemption status, which would allow them to provide ayahuasca, a hallucinogenic Amazonian tea, legally. It would also make Soul Quest the first homegrown psychedelic healing center in the US, permanently altering the way the government views the intersection of drugs and faith.

The DEA’s letter was unprecedented—the agency has never solicited an organization to apply for an exemption, although several others have attempted petitions. And the exemption process is an open-ended timeline, entirely dependent on the DEA’s opaque policy bureau. (Other cases have taken up to three years.)

In a bold move, Soul Quest continued its retreats for over a year after receiving the DEA’s entreaty. If their application is denied, the church could be shut down. At worst, Young, and possibly others, could face prosecution for distributing what are classified as Schedule I substances. He isn’t scared: „Every time the DEA has messed with a church, they’ve lost and lost big,“ he told me.

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