Kirche muss sich ihrer „antiziganistischen“ Geschichte stellen


Monument to the Romani murdered in the Polish village of Borzęcin. Bild: wikimedia.org/GFDL – Zygmunt Put Zetpe0202
Der Vorsitzende des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, Romani Rose, hat die evangelische Kirche aufgefordert, sich ihrer „antiziganistischen“ Geschichte zu stellen.

evangelisch.de

Ein klares Bekenntnis zur Aufarbeitung der jahrhundertealten und bis in die Gegenwart reichenden Vorurteile und Stereotypen über Sinti und Roma innerhalb der Kirche wäre ein wichtiger Schritt, sagte Rose am Mittwoch in Berlin bei einer Tagung der Evangelischen Akademie über „Protestantismus und Antiziganismus“. Dabei wurde auch eine Studie zum Thema vorgestellt.

Noch immer gebe es in der Forschung zu „viele Leerstellen“, mit denen sich Kirchenhistoriker auseinandersetzen sollten. Dabei sind für Rose die „zähen und langlebigen Vorurteile“ gegenüber den Sinti und Roma, die unter anderem vom Reformator Martin Luther (1483-1546) in seinen Schriften befeuert worden seien, Ausdruck eines gesellschaftlichen Versagens.

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