Gigantisches Loch im antarktischen Eis gibt Forschern Rätsel auf


Im Weddell-Meer am Südpol öffnet sich zeitweilig die Eisdecke zu einer Polynja (Archivbild) Quelle: NASA
Auf Satellitenbildern ist es nicht zu übersehen: Im Eis der Antarktis tut sich ein Loch auf, in der Größe der Slowakei. Forscher vermuten, dass die sogenannten Polynjas eine große Bedeutung für das Weltklima haben.

DIE WELT

Vor mehr als 40 Jahren entdeckten Wissenschaftler ein verstörendes Phänomen im antarktischen Eis: Satellitenbilder zeigten 1974 ein klaffendes Loch in der Eisdecke mit einer Fläche von 250.000 Quadratkilometern – ungefähr der Fläche von Großbritannien. Ganze drei Winter kam die Öffnung im Weddell-Meer im Süden von Südamerika zurück, dann verschwand sie so unerwartet, wie sie gekommen war.

Die eisfreien Flächen im Meereis sind bei Geowissenschenschaftlern als Polynja bekannt und tauchen weit entfernt von der Festlandküste nur selten auf. Es wird vermutet, dass Gebirge am Meeresgrund warme Strömungen nach oben befördern und dort lokal zur Eisschmelze führen.

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