In Schleswig-Holstein festgenommener Syrer soll IS-Mitglied sein


Bild: Sunil060902. Lizenz: CC BY-SA 3.0
Bei dem am Dienstag von Spezialkräften der Polizei in Büchen im Kreis Herzogtum Lauenburg festgenommenen Terrorverdächtigen Majed A. handelt es sich den Kieler Nachrichten zufolge um ein 24 Jahre altes Mitglied des Islamischen Staats (IS), den die Organisation 2015 nach Europa entsandte. Dabei beruft sich die Zeitung auf Erkenntnisse der Anklagebehörde und der Bundesanwaltschaft.

Von Peter Mühlbauer | TELEPOLIS

Ob Majed A., der jetzt in Untersuchungshaft sitzt, konkrete Anschlagspläne in Deutschland hatte, ist unklar. Im Haftbefehl vom 13. September werden ihm neben Mitgliedschaften in mehreren terroristischen Vereinigungen auch Verstöße gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz vorgeworfen. Danach soll er 2013 mit einer AK-47 erst für die (inzwischen in Fatah asch-Scham umbenannte) syrische al-Qaida-Filiale al-Nusra-Front aktiv gewesen sein; danach für die Dschihadistengruppe Ahrar asch-Scham und schließlich für das Terrorkalifat, für das er ab Ende gegen kurdische Milizen im Nordwesten Syriens kämpfte. Im Sommer 2015 soll ihm der IS dann den Auftrag gegeben haben, nach Europa zu reisen.

Im Fall des am 15. September in Londoner U-Bahn durchgeführten Bombenanschlags, dessen Urheberschaft die IS-Propagandaagentur Amaq über eine angeschlossene Einheit für den IS beansprucht, ist gestern ein weiterer Verdächtiger festgenommen worden: Einer Twitter-Information der Polizei zufolge handelt es sich um einen 17-Jährigen aus dem im Südlondoner Stadtteil Thornton Heath.

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