AfD streitet über Haltung zu Israel


AfD-Vize Alexander Gauland am Morgen einer denkwürdigen Pressekonferenz in Berlin. (Foto: dpa)
  • Am Tag nach der Bundestagswahl hat AfD-Parteivize Alexander Gauland eine Debatte darüber angefacht, ob das Existenzrecht Israels zur deutschen Staatsräson gehören müsse.
  • Daran regt sich Kritik – auch innerhalb der rechtspopulistischen Partei.
  • Der Präsident des Zentralrats der Juden hatte sich bereits am Sonntag über das hohe AfD-Ergebnis besorgt gezeigt.

Von Benedikt Peters | Süddeutsche.de

Es war eine bemerkenswerte Pressekonferenz an diesem Morgen, als die AfD-Spitze unweit des Bundestags zur Analyse der Wahlergebnisse lud. Vor allem wegen des öffentlichkeitswirksam inszenierten Auftritts der Parteichefin Frauke Petry, die bekannt gab, dass sie der künftigen AfD-Fraktion im Bundestag nicht angehören wird.

Im Getöse um Petry ging eine Äußerung des stellvertretenden Parteichefs Alexander Gauland unter, die sich so verstehen lässt, als wolle er eine Debatte um das Verhältnis Deutschlands zu Israel anstoßen.

Auf das Thema angesprochen sagte Gauland zunächst: „Natürlich stehen wir an der Seite Israels.“ Fraglich sei aber, so Gauland sinngemäß, ob das Existenzrecht des Landes zur deutschen Staatsräson gehören müsse. Angesichts der besonderen historischen Verantwortung Deutschlands galt dies bisher als unumstößlicher Grundsatz der Politik der Bundesrepublik.

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