Kirchenvertreter sehen Wahlergebnis mit Sorge


Kirchenvertreter haben sich besorgt über den Einzug der AfD in den Bundestag geäußert. Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, wertete das gute Abschneiden der Partei als „Weckruf für alle, denen das friedliche und solidarische Miteinander in einem weltoffenen Deutschland am Herzen liegt“.

EKD

Ausgrenzende und hasserfüllte Stimmen dürften „nicht das Leben in unserem Land vergiften“, sagte Bedford-Strohm in Hannover. Der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, warnte vor wachsendem Nationalismus.

Bei der Bundestagswahl am 24. September erhielt die AfD 12,6 Prozent der Zweitstimmen und gewann drei Direktmandate. Im neuen Parlament wird sie mit 94 Abgeordneten drittstärkste Kraft sein.

Christen müssten Vorreiter des Miteinanders sein

EKD-Ratschef Bedford-Strohm betonte, es bleibe abzuwarten, „ob eine zerrissene Partei wie die AfD es schafft, sich konstruktiv in den parlamentarischen Arbeitsprozess auf Bundesebene einzubringen und eine Trennlinie zu den radikalen Rechtsaußen-Kräften in der Partei einzuziehen.“

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