Ursache für Tychos Supernova geklärt


Bild: weltderphysik.de
Vor 445 Jahren leuchtete im Sternbild Kassiopeia mehrere Monate lang ein „neuer Stern“ auf – für den dänischen Astronomen Tycho Brahe damals ein Beweis, dass der Himmel im Gegensatz zur herrschenden Doktrin keineswegs unveränderlich ist.

Von Rainer Kayser | welt der physik

Analysen eines Forscherteams aus Australien, den USA und Deutschland zeigen nun, dass es sich bei diesem „neuen Stern“ um eine Supernova, ausgelöst durch den Zusammenstoß zweier Weißer Zwerge, handelte. Ähnliche Analysen könnten auch an anderen historischen Supernovae durchgeführt werden, so die Wissenschaftler im Fachblatt „Nature Astronomy“.

„Supernovae des Typs Ia sind von großer Bedeutung für die Kosmologie“, betonen Tyrone Woods von der Monash University in Melbourne und seine Kollegen. Denn diese Sternexplosionen dienen Astronomen als Hilfsmittel bei der Vermessung des Universums. Der Verlauf der Helligkeit hängt bei Supernovae unmittelbar mit der maximalen Leuchtkraft der Explosion zusammen. Aus der Lichtkurve können Astronomen auf die wahre Helligkeit einer Supernova und damit auch auf ihre Entfernung schließen. „Doch trotz dieser immensen Bedeutung ist die Ursache dieser Sternexplosionen bislang ungeklärt“, so die Forscher.

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