Seelsorger: Gefängnisse müssen leerer werden


Gefängnis (Public Domain)

In Deutschland sind nach Auffassung evangelischer Gefängnisseelsorger zu viele Menschen in Haft. Im Strafrecht und in der Drogenpolitik müsse es Änderungen geben, heißt es in einem Diskussionspapier, das die Teilnehmer der Evangelischen Konferenz für Gefängnisseelsorge am Freitag in Frankfurt am Main präsentierten.

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In einem zweijährigen Prozess hatte eine Arbeitsgruppe das Papier mit dem Titel „Zur Zukunft des Gefängnissystems“ entwickelt. Deutschlandweit sind derzeit rund 13.000 Gefangene in Untersuchungshaft, wie der Vorsitzende der Konferenz, Ulli Schönrock, sagte. Die meisten davon säßen wegen kleinerer Delikte ein. Adrian Tillmanns, stellvertretender Vorsitzender der Konferenz, betonte, es gehe darum, gar nicht erst straffällig zu werden und zum Beispiel auf das Schwarzfahren zu verzichten. Die meisten Menschen, die im Gefängnis sitzen, seien arm und deswegen dort gelandet. Auch immer mehr ältere Menschen seien betroffen.

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