Schweiz: Hassprediger zeigt Islam-Kritikerin an

Saïda Keller-Messahli (60) wirft Abu Ramadan vor, ein IS-Anhänger zu sein. MIRKO RIES
Saïda Keller-Messahli und Abu Ramadan liegen im Streit. Jetzt geht der Imam juristisch gegen seine Widersacherin vor. Die kommt dadurch in Erklärungsnot.

Von Fabian Eberhard | Blick.ch

Sie könnten gegensätzlicher nicht sein: Abu Ramadan (64) und Saïda Keller-Messahli (60). Der Hassprediger und die Islamkritikerin. Er hetzt in der Bieler Al-Rahman-Moschee gegen Andersgläubige, sie warnt seit Jahren vor radikalen Muslimen. Dem Imam aus Libyen wirft sie vor, Anhänger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zu sein.

Jetzt eskaliert der Streit zwischen den beiden. Grund ist ein Artikel im «Bieler Tagblatt», in dem Keller-Messahli vor einer Woche schwere Vorwürfe gegen Abu Ramadan erhob: «Am 11. und 18. November 2016 predigte er in der Moschee Al Karafi in Tripolis, um Gott um Schutz der anwesenden Al-Qaida- und IS-Kämpfer zu bitten.» Als Beweis publizierte die Zeitung den Screenshot eines Youtube-Videos der Predigt.

Doch nun kommen Zweifel an der Darstellung der bekannten Islamexpertin auf. Am Freitag musste die Zeitung eine Gegendarstellung des Imams drucken. Darin wehrt er sich gegen die Anschuldigungen: «Diese Behauptung ist falsch. Wie Aufnahmen der Predigt belegen, habe ich keine entsprechende Aussage getätigt.»

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Deutsche Evangelikale

Freie Theologische Hochschule Gießen. Foto. Lizenz: CC BY-SA 4.0
Migranten, deutscher Bible Belt, verzweifelter Kampf um Gewicht im öffentlichen Leben – Ein Interview zum „Handbuch Evangelikalismus“ mit Jens Schlamelcher und Martin Radermacher

Von Ulrike Heitmüller | TELEPOLIS

Der Bielefelder Transcript Verlag hat ein Handbuch Evangelikalismus von Frederik ElwertMartin Radermacher und Jens Schlamelcher veröffentlicht. Die drei Herausgeber arbeiten am Centrum für Religionswissenschaftliche Studien (CERES) der Ruhr-Universität Bochum. Die Autoren sind als Spezialisten an unterschiedlichen Stellen tätig.

Die Begriff „evangelikal“ und „Evangelikalimus“ werden in Wissenschaft und Religion unterschiedlich definiert: Gehören Pfingstler und Chrismatiker dazu? Und Fundamentalisten? Und wie ist es mit denjenigen, die sich selbst als solche bezeichnen? Dementsprechend bewegen sich die Schätzungen zur Anzahl der „Evangelikalen“ in Deutschland – und damit ihrer gesellschaftlichen Bedeutung – zwischen 1,3 Millionen (Evangelische Allianz) und 2,7 Millionen (Gisa Bauer); die Herausgeber des Handbuchs folgen der Einschätzung des Religionswissenschaftlichen Medien- und Informationsdiensts REMID e.V., dem auch einer der Herausgeber angehört, von 1,7 Millionen, also etwa zwei Prozent der Bevölkerung. Sie betrachten Evangelikalismus als „christliche Subkultur“1 und haben, eine gute Idee, die Autoren gebeten, ihren Aufsätzen die jeweils eigene Definition voranzustellen.

Der Verlag sieht das Handbuch als Gesamtüberblick über „eine der am schnellsten wachsenden religiösen Bewegungen weltweit“, die „zunehmend auch im deutschsprachigen Raum an Bedeutung“ gewinne. Selbst wenn man dies als Übertreibung betrachtet, bleibt ein äußerst seriöses Buch, das erste Handbuch in deutscher Sprache über die christlichen Gruppen, die im weitesten Sinne unter dem Begriff „Evangelikalismus“ zusammengefasst werden können.2 Der Band will ein Gesamtbild bieten und einen systematischen Überblick über historische Entwicklungslinien, geographische Besonderheiten und zentrale Themen geben. Zwischen Einleitung und Ausblick erarbeiten Wissenschaftler unter den beiden Oberthemen „Evangelikalismus weltweit“ sowie „Komparativ-Analytische Zugänge“ die Geschichte und globale Ausbreitung evangelikaler Gruppen, stellen diese christlichen Glaubensformen dar und beleuchten Sozialformen sowie Verflechtungen mit gesellschaftlichen Funktionsbereichen wie Wirtschaft, Politik und Wissenschaft.

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„Die Evolution lässt sich nicht leugnen“

Die Lehre von der Entstehung der Arten prägt unsere Gesellschaft wie keine andere wissenschaftliche Theorie. Doch immer wieder gibt es Gegenbewegungen, die die Evolution leugnen. Stattdessen glauben sie an den allmächtigen Schöpfergott.

Von Andreas Fasel | DIE WELT

Es begann mit einer Tagung zum Darwin-Jahr 2009 an der Uni Siegen. Thema: „Evolution in der Öffentlichkeit“. Nun, acht Jahre später, hat die Historikerin Angela Schwarz ein dickes Buch dazu herausgegeben. Es ist ein gelungenes, allgemein verständliches Lesebuch geworden, in dem fast alles steht, was es über die Evolutionstheorie zu wissen gibt: Wie sie entstand, wie sich sich verbreitete, welche Bedeutung sie hat – und warum sie bis heute die Gemüter erhitzt.

DIE WELT: Frau Schwarz, muss man sich Sorgen machen um die Lehre von der Evolution?

Angela Schwarz: Überhaupt nicht, wenngleich man feststellen muss, dass im Moment wieder ziemlich viel Gegenwind kommt von Menschen, die das Prinzip der Evolution leugnen und behaupten, alles sei auf einen Schöpfer zurückzuführen, der die Pflanzen und Tiere so gemacht habe, wie wir sie heute vorfinden.

DIE WELT: Gegenwind klingt ein bisschen harmlos. Die Anhänger dieses Kreationismus oder der sogenannten Intelligent-Design-Theorie sind massiv auf dem Vormarsch. Vor einigen Jahren kam bei einer Umfrage unter Dortmunder Lehramtsstudenten heraus, dass fast jeder sechste die Evolution ablehnt. In anderen Ländern sind die Zahlen wohl noch höher.

Schwarz: Sie haben natürlich recht. 2006 sagte der ehemalige stellvertretende polnische Bildungsminister in einem Zeitungsinterview, er halte die Evolutionstheorie für eine Lüge. Und sogar in Großbritannien, im Geburtsland Darwins, ist der Kreationismus nach Meinung vieler Experten im Aufschwung. Einer 2008 durchgeführten Umfrage zufolge waren 37 Prozent der befragten Lehrerinnen und Lehrer und 30 Prozent der befragten Biologie- und Naturwissenschaftslehrerinnen und -lehrer in England und Wales dafür, den Kreationismus neben der Evolutionstheorie an Schulen zu unterrichten.

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Bibel-Camps in Myanmar: Schlagen, Fesseln, Demütigen – der brutale Drogenentzug

Zau Ring Aung, 23, in einer notdürftigen Dusche im Camp. Er macht hier nicht nur einen kalten Entzug durch, sondern wird auch misshandelt. Was er sich wünscht: „Ein neues Leben, weit weg von hier“ © Minzayar Oo
Myanmar ist einer der gefährlichsten Orte der Welt für Drogensüchtige. Die Kirche will Abhängige mit allen Mitteln umerziehen. Dazu wird sie im Namen Gottes sogar kriminell.

Von Verena Hölzl | stern

Die Ausbeute des Tages ist 23, Drogenjunkie und trägt ein schwarzes Herztattoo mit Flügeln auf der linken Brust. Zau Ring Aung ist eine magere Ausbeute, eigentlich sollte ein Drogendealer aus dem Verkehr gezogen werden, aber er entwischte. Dafür führen die jugendlichen Fänger jetzt einen seiner Kunden an den Schultern durch das Wellblechtor des Bibel-Camps.

Die Hände baumeln in Handschellen vor seiner schwarzen Trainingshose. Der Brustkorb unter dem karierten Hemd hebt sich so schnell, dass er zu beben scheint. Wenn Zau Ring Aung sich überhaupt traut, etwas zu sagen, verhaspelt er sich. Seine Unterlippe blutet. Er will erst einmal auf die Toilette.

Die Fänger, das sind die Jungs von der Kirche. Sie stellen ihre Motorroller im Hof des Bibel-Camps ab. Der Chef der Mission, klein und zäh, Spitzname „der Kurze“, streckt sich, nun doch zufrieden mit dem Fang. „Für den fängt jetzt ein neues Leben an“, freut sich der Kurze.

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Kinderpornografie: Kanada erlässt Haftbefehl gegen Vatikan-Diplomaten

Die kanadische Justiz hat Haftbefehl gegen einen Vatikandiplomaten wegen Verbreitung von Kinderpornografie erlassen.

Kirche+Leben

Dem Geistlichen, einem ranghohen Mitarbeiter der Botschaft des Heiligen Stuhls in Washington, wird vorgeworfen, in Windsor im kanadischen Bundesstaat Ontario kinderpornografisches Material über einen kirchlichen Rechner heruntergeladen und weiterverbreitet zu haben. Wie der italienische Online-Dienst »Vatican Insider« berichtete, hieß es aus dem Vatikan, der Haftbefehl für Kanada sei bekannt, die dortige Justiz habe aber kein Festnahmeersuchen an die Vatikanbehörden gestellt. Der Beschuldigte hält sich derzeit im Vatikanstaat auf.

Vermutlich kirchlichen Rechner benutzt

Laut den kanadischen Ermittlern ereignete sich die Straftat zwischen dem 24. und 27. Dezember vergangenen Jahres. Die Polizeimitteilung nannte im Unterschied zum Vatikan den vollen Namen des Diplomaten, eines 50-jährigen Italieners. Das kanadische Bistum London bestätigte Medienberichten zufolge den Verdacht, dass eine kirchliche Rechneradresse für einen Verstoß gegen Kinderschutzbestimmungen benutzt worden sei.

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KIPPT DER RUNDFUNKBEITRAG? : Zahlen nur bei Empfang!

Bild: FAZ.net
Das Bundesverwaltungsgericht hat ein sensationelles Urteil zum Rundfunkbeitrag fällt: Eine Hostel-Betreiberin muss nur zahlen, wenn sie Empfangsgeräte hat. Das Bundesverfassungsgericht prüft den Rundfunkbeitrag auch.

Von Michael Hanfeld | Frankfurter Allgemeine

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat eine Entscheidung zum Rundfunkbeitrag gefällt, die bahnbrechend sein könnte: Die Richter stellten fest, dass der Rundfunkbeitrag für Hotel- und Gästezimmer nur erhoben werden darf, wenn die Zimmer auch eine Empfangsmöglichkeit bieten. Nur dann sei die Zahlung des zusätzlichen Rundfunkbeitrags mit dem Grundgesetz vereinbar (Az: BVerwG 6 C 32.16).

Geklagt hatte eine Hostel-Betreiberin aus Neu-Ulm, die sich weigerte, neben dem allgemeinen Rundfunkbeitrag für Betriebsstätten den zusätzlichen Beitrag für Gästezimmer zu zahlen. Sie hatte ins Feld geführt, dass es in den Zimmern keine Fernseher, Radios und keinen Internetempfang gebe. In den Vorinstanzen war die Klage noch erfolglos geblieben. Für jedes Zimmer beziehungsweise jede Ferienwohnung muss der Inhaber ein Drittel des Rundfunkbeitrags zahlen, bestätigte das Bundesverwaltungsgericht.

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Frust im Jenaer Tierlabor: Uniklinikum kämpft noch mit Auswirkungen der Razzien

Michael van der Well, Leiter der experimentellen Tierhaltung am Uniklinikum in Jena, inspiziert die Käfige, in denen Mäuse für Versuche gehalten werden. Wegen der Schwierigkeiten bei der Genehmigung von Tierversuchen in Thüringen sind die Versuchstierkäfige beim Uniklinikum derzeit nur noch zu zwei Dritteln ausgelastet. Foto: Kai Mudra
Tierversuche in Jena sind seit dem Vorjahr im Gespräch. Razzien im Auftrag der Staatsanwaltschaft Gera und des Landeskriminalamtes in Erfurt erregten Aufsehen. Die aufwendigen Ermittlungen laufen inzwischen länger als zwei Jahre und sind noch immer nicht beendet.

Von Kai Mudra | Thüringer Allgemeine

Raus aus den Schuhen, das Hemd abgestreift, auch Socken und Hose müssen runter. Die Sicherheitsvorgaben stehen unter anderem im Gentechnik-Gesetz und dulden keine Ausnahmen.

Hände und Arme desinfizieren – die Regeln sind strenger als beim Betreten eines Operationssaals. Also rein in die Laborhose und das rosa Hemd. Den Atemschutz aufgesetzt und das Haarnetz, zuletzt folgen weiße Stoffsocken und Schutzhandschuhe. Ein Bildchen an der Tür zeigt mir noch einmal, was ich alles anhaben sollte.

Für mich bestehe keine Gefahr, versichert Michael van der Wall, Leiter der experimentellen Tierhaltung des Uniklinikums in Jena, vor Betreten der Laborräume. Vielmehr soll verhindert werden, dass ich Keime einschleppe, welche die Versuchstiere gefährden oder Experimente unbrauchbar machen könnten. Zum Schluss schlüpfe ich noch in ein paar Laborschuhe, bevor sich die letzte Tür der Schleuse vor dem eigentlichen Versuchstiertrakt öffnet.

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„Der politische Islam“ ist nicht vom Himmel gefallen

foto: picturedesk / everett collection Ibn Saud und Roosevelt 1945 auf der USS Quincy. Das Treffen gilt als Beginn der Partnerschaft zwischen USA und politischem Islam.
Im österreichischen Wahlkampf kommt „der politische Islam“ als der Feind unserer Zivilisation schlechthin vor. Richtig groß wurde er als Verbündeter des Westens

Von Gudrun Harrer | derStandard.at

Der politische Islam: Wenn sich denn ein Konsens zwischen allen Wahlkämpfenden finden ließe, dann jener, dass sich bei diesem Wort jedes Verständnis fürs „Fremde“ aufhört. Aber das gilt nicht nur für Politiker. Es gebe gar keine Probleme zwischen den Menschen, Einheimischen und (auch muslimischen) Zugereisten.

Die angebliche Angst vor dem Fremden sei nur eine „Divide et impera“-Erfindung der Mächtigen, sagte unlängst mein Nachbar bei einer Podiumsdiskussion. Nur den politischen Islam, den müsse man natürlich bekämpfen.

Wer könnte dem widersprechen? Schwieriger wird es allerdings, wenn man definieren will, wo denn „der Islam“ „politisch“ wird. Für viele beim Kopftuch, ist das nicht ein politisches Symbol? Eine konservative Golfaraberin würde angesichts der Behauptung, ihre im Luxusgeschäft auf der Kärntner Straße getragene Gesichtsverschleierung enthalte eine politische Botschaft, groß schauen.

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Wow-Effekt im Senckenberg-Museum

Tiger im Sprung, Frischling schaut zu, alles echt ? und mit Absicht unsortiert. Foto: peter-juelich.com (peter-juelich.com)
Zum Staunen: die Senckenberg-Ausstellung in Frankfurt im Jubiläumsjahr, alles an einer Wand. Bäm.

Von Thomas Stillbauer | Frankfurter Rundschau

Das wünscht man sich auch zu seinem eigenen 200. Geburtstag, wenn es mal so weit ist: Geschenke, Geschenke, noch mal Geschenke, ein ganzes Jahr lang, auch wenn es zum großen Teil Geschenke der Senckenberger an sich selbst sind. Da gab es neue (oder neu benannte) Gebäude ohne Ende, öffentliche und private Millionenzuwendungen, sogar eine eigene U-Bahn – und eine eigene U-Bahn-Station zum 200-jährigen Bestehen der Forschungsgesellschaft. Und jetzt: „Wow“, wie Senckenberg-Generaldirektor Volker Mosbrugger sagt.

Oder auch: „Bäm!“, wie sich manch anderer denken wird. Oder: „Hui!“ Wer nämlich durch die Tür in den Wolfgang-Steubing-Saal des Naturmuseums tritt, der sagt erst mal: eben. Die ganze Wand, das ganze Panorama – ein einziges Staunen. „Es soll mit einem gewissen Wow-Effekt klarmachen, was Senckenberg ist“, sagt Mosbrugger. Und es ist eindeutig: Faszination Vielfalt. So heißt denn auch diese Ausstellung. Sie besteht aus 1138 Objekten, ausgewählt aus jenen fast 40 Millionen, die die Naturforscher gesammelt und an sieben Standorten in Deutschland aufbewahrt haben. Jetzt alle 1138 quasi in einem Regal. An einer Wand. Bäm.

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Hundreds of anti-Semites march in Sweden on Yom Kippur; 50 arrested

Police officers use a spray toward members of the Nordic Resistance Movement during a demonstration in central Goteborg, Sweden, Saturday Sept. 30, 2017. (Fredrik Sandberg/TT via AP)
600 members of openly anti-Semitic Nordic Resistance Movement parade in all-black outfits, tussle with riot police; group barred from passing near synagogue

By Jan M. Olsen | The Times of Israel

Police said at least 50 people were detained Saturday during a right-wing demonstration in Sweden’s second-largest city that left one police officer and several others injured.

The rally by the Nordic Resistance Movement in Gothenburg, 400 kilometers (248 miles) southwest of Stockholm, featured an estimated 600 people marching in formation in all-black outfits. Some wore helmets and held shields, while others hoisted the movement’s green-and-white flags.

Police had posted flyers before the event warning people not to act in a way reminiscent of German Nazis demonstrations in the 1930s and 1940s.

NMR, which promotes an openly anti-Semitic doctrine, originally sought to pass near a downtown synagogue during the march, which coincided with Yom Kippur, Judaism’s holiest day of the year. But Swedish courts intervened and shortened the route to less than one kilometer (0.6 mile.) The rally’s ending time also was shortened to avoid clashing with a nearby soccer game.

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Petry: Muslime können Deutschland zu ihrer Heimat machen

Viele Muslime hierzulande können aus Sicht der zurückgetretenen AfD-Vorsitzenden Frauke Petry Deutschland als ihre Heimat betrachten. 

Frankfurter Rundschau

„Solange sie vollständig akzeptieren, dass ihre Religiosität reine Privatsache ist und sich daraus keine politischen Ansprüche ableiten lassen, werden sie Deutschland, wie viele andere Zuwanderer auch, zu ihrer Heimat machen können“. Das sagte Petry der „Welt am Sonntag“. Der politische Islam sei hingegen kulturell inkompatibel mit unserer Gesellschaft. In Deutschland lebten Ende 2015 schätzungsweise gut 4,5 Millionen Muslime.

Gebetsteppiche hinter Gitterstäben

Auch Muslime sind beim Beten nicht mehr nur auf die eigene Zelle beschränkt (Bild: Paulus Ponizak)
Seit Anfang Jahr predigen Imame in Berliner Gefängnissen. Sie sollen verhindern, dass sich muslimische Häftlinge radikalisieren.

Von Jenni Roth | Neue Zürcher Zeitung

Die S-Bahn-Haltestelle Beusselstrasse ist der Anfang vom Ende. Stadtödnis. Auf der einen Seite Industriebrachen, auf der anderen, ein Stück die Bundesstrasse entlang, die Justizvollzugsanstalt Plötzensee. Stacheldraht über hohen Mauern. Vor dem Betonbau steht Imran Sagir, die Hände in den Hosentaschen vergraben, gross, füllig, ein Bär. Er trägt eine Baseballmütze auf dem Kopf, eine Safari-Weste über dem hellblauen Hemd. Slipper an den Füssen. Die kann man leicht an- und ausziehen, das ist praktisch beim Beten. Imran Sagir ist 45, Betriebswirt und Leiter des muslimischen Seelsorge-Telefons in Berlin. Aber heute, am Freitag, ist er Vorbeter in der Haftanstalt.

Senat zahlt Ausbildungskurse

Der Polizist am Personaleingang kennt Sagir nicht, er ist neu auf dem Posten. «Ich bin der Imam», sagt Sagir. Imam? Der Polizist guckt ungläubig. Sagir erklärt, wer er ist, gibt Personalausweis und Handy ab. Die Tür öffnet sich mit einem leisen Surren.

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KI als werdender Gott

Grafik: TP
Der ehemalige Google-Roboterautoentwickler Anthony Lewandowski hat eine neue Religion gegründet

Von Peter Mühlbauer | TELEPOLIS

In der Vergangenheit machte der von Google zu Ubers Otto-Projekt gewechselte und inzwischen auch dort ausgeschiedene Roboterfahrzeugexperte Anthony Levandowski vor allem damit Schlagzeilen, dass er beschuldigt wurde, 14.000 geheime Dokumente seines alten Arbeitgebers zum neuen mitgenommen zu haben, weshalb Google Uber auf eine Milliardensumme verklagte (vgl. Kalifornien erlaubt Roboterauto-Testfahrten ohne menschlichen Aufpasser). Nun fand Wired heraus, dass der Multimillionär in den USA eine religiöse Organisation mit dem Namen „Way of the Future“ angemeldet hat, deren Zweck es den Anmeldepapieren nach ist, „die Verwirklichung einer Gottheit zu entwickeln und zu fördern, die auf Künstlicher Intelligenz basiert“ und „durch das Verstehen und Verehren der Gottheit zur Verbesserung der Gesellschaft beizutragen.“

Dass dieses Projekt von Levandowski stammt, überrascht dabei mehr als die Tatsache, dass es entstand. Menschliche Gottvorstellungen passten sich in der Vergangenheit regelmäßig technologischen und ökonomischen Entwicklungen an: Die der Jäger und Sammler unterschieden sich von denen der Ackerbauern und Viehzüchter ebenso wie vom Uhrmachergott-Deismus des 18. Jahrhunderts. Und über eine Künstlichen Intelligenz (KI) als werdender Gott wird schon seit Jahrzehnten spekuliert (vgl. Christentum 2.0).

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Katalanen stehen Schlange vor Wahllokalen

Bild: FAZ.net
Schon vor Beginn der umstrittenen Volksabstimmung Kataloniens warten Menschen darauf, ihre Stimme abgeben zu können. Die Anspannung in den Städten der Region ist groß.

Frankfurter Allgemeine

In Barcelona bilden sich seit den frühen Morgenstunden vor Wahllokalen Schlangen von Menschen, die an diesem Sonntag für die Unabhängigkeit Kataloniens stimmen wollen. Das berichteten mehrere Reuters-Reporter. Die Befürworter des Referendums rechnen mit der Beteiligung Zehntausender, obwohl die Polizei die Abstimmung unterbinden soll.

Die Zentralregierung in Madrid hat Tausende Beamte in die Region geschickt. Die Volksabstimmung ist nicht bindend und wurde vom spanischen Verfassungsgericht für illegal erklärt. Die Richter berufen sich auf die gesetzlich verankerte Unteilbarkeit des spanischen Staates.

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Papst beruft seinen Kritiker Burke an Obersten Gerichtshof

Raymond Leo Burke. Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0 – Geerlingguy

US-Kardinal erhält damit wieder Posten in jener vatikanischen Justizbehörde, die er bis 2014 leitete

kath.net

Papst Franziskus hat Kardinal Raymond Leo Burke zum Mitglied des obersten Kirchengerichts, der Apostolischen Signatur, berufen. Das gab der Vatikan am Samstag bekannt. Burke erhält damit wieder einen Posten an jener Justizbehörde, die er bis November 2014 als Kardinalpräfekt geleitet hatte. An der Spitze des Gerichts steht weiterhin der Nachfolger Burkes, Kardinal Dominique Mamberti.

Der 69-jährige US-Amerikaner Burke gilt als einer der profiliertesten Kritiker des Papstes. Er zählt zu den Unterzeichnern der sogenannten „Dubia“, einer Aufforderung an Franziskus zur Klarstellung moraltheologischer Aussagen.

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„Jordaniens Gastfreundschaft steht auf der Kippe“

foto: apa/afp/ahmad abdo Im Flüchtlingslager Azraq leben im Moment rund 55.000 Menschen.
Die vielen Syrer werden freundlich behandelt, sagt Jameel Dababneh, der im Flüchtlingscamp Azraq tätig ist. Die Frage ist, wie lange noch

Interview Bianca Blei | derStandard.at

Die meisten syrischen Flüchtlinge leben vor allem in den Nachbarländern. In Jordanien sind etwa eine Million untergebracht. Das Land zeigt sich bisher als sehr gastfreundlich, sagt Jameel Dababneh, Leiter des Care-Teams im Flüchtlingslager Azraq, im STANDARD-Interview. Doch könnte sich das rasch ändern, wenn es nicht bald mehr internationale Unterstützung gibt.

STANDARD: Jordanien hat bereits viele Flüchtlingsgenerationen aufgenommen: Fast eine Million Palästinenser nach dem Zweiten Weltkrieg, 300.000 Iraker nach den Golfkriegen und nun rund eine Million Syrer. Wie sehr ist das Land an seine Grenzen gekommen?

Dababneh: Diese Grenzen sind schon erreicht. Jordanien ist ein kleines, armes Land mit 9,5 Millionen Einwohnern und sehr limitierten Ressourcen. Die Jordanier selbst haben ein gutes Herz und Millionen Flüchtlinge bei sich willkommen geheißen. Doch wenn die Ressourcen immer knapper werden, wird sich das ändern. Die Gastfreundschaft steht auf der Kippe. Wenn sich die internationale Gemeinschaft nicht an ihre Versprechen in Sachen Unterstützungen hält, wird es problematisch.

STANDARD: Die internationale Gemeinschaft lobt Jordanien vor allem dafür, dass die Führung kein Klima des Hasses gegen Flüchtlinge verbreitet. Wie funktioniert das im Alltag?

Dababneh: Jordanien hat eine Kultur der offenen Tür. Dass die Flüchtlinge so begrüßt werden, liegt vor allem daran, dass die Leute einen ähnlichen kulturellen Hintergrund haben: Syrer, Iraker und Palästinenser. Dieses freundliche Klima bleibt aber nur so lange, solange allen Bevölkerungsgruppen die gleichen Mittel zur Verfügung stehen. Noch gibt es keine Konflikte an der Oberfläche. Doch man muss sich dessen bewusst sein, dass auch die lokale Bevölkerung leidet. Da kann es schnell zu Auseinandersetzungen kommen.

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Bremer Polizei verhindert Überfall mit terroristischem Hintergrund

Ortseingang von Osterholz-Scharmbeck bei Bremen Quelle: Getty Images/Peter Bischoff/Peter Bischoff
In Niedersachsen wurden sechs Islamisten festgenommen. Die Spur der Gruppe führt nach Frankreich. Sie wollte offenbar ein Juweliergeschäft bei Bremen ausrauben – und die Beute zur Finanzierung von Kriegswaffen verwenden.

Von Florian Flade | DIE WELT

Die Bremer Polizei am Freitag sechs Personen festgenommen. Sie sollen einen Raubüberfall auf ein Juweliergeschäft in Osterholz-Scharmbeck geplant haben. Wie die Bremer Polizei mitteilte, wollten die Männer offenbar Waffenkäufe mit dem erbeuteten Geld finanzieren.

Nach Informationen der WELT AM SONNTAG soll es sich bei einem Teil der Tatverdächtigen um radikale Islamisten handeln. Einer der festgenommenen Männer stammt aus Frankreich und werde dem „dschihadistischen Spektrum“ zugeordnet, heißt es aus Sicherheitskreisen. Zu den Tatverdächtigen gehören zwei Algerier, zwei Libanesen und ein deutscher Staatsbürger.

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Hexenjagd gegen den Mitentdecker der Venus von Willendorf

foto: naturhistorisches museum wien Der Urgeschichtler Josef Bayer (in Weiß) am 7. August 1908 an jener Stelle, wo an diesem Tag die Venus von Willendorf gefunden wurde.
Rechtshistorikerin Staudigl-Ciechowicz arbeitete Disziplinarverfahren der Uni Wien auf. Ein besonders arges betrifft den Prähistoriker Josef Bayer

Von Klaus Taschwer | derStandard.at

Diesen Übergriff auf seinen wissenschaftlichen Wirkungsbereich konnte sich Josef Bayer schlecht gefallen lassen. Der renommierte Prähistoriker, der 1908 als junger Postdoktorand die Venus von Willendorf mitentdeckte, war seit 1918 Direktor der prähistorischen und anthropologischen Abteilung des Naturhistorischen Museums (NHM) Wien und als solcher für die ethnografische und die prähistorische Sammlung verantwortlich. Diese Zuständigkeit Bayers sollte mit einem Schlag halbiert werden.

Die Initiative dafür kam noch dazu nicht einmal aus dem NHM Wien, sondern von außen: Elf Professoren der Uni Wien – durchwegs bekennende Deutschnationale – ließen im Juni 1924 eine Sitzung im Unterrichtsministerium einberufen und forderten dort, dass Bayer die ethnografische Sammlung abgeben müsse. Der Minister stimmte dieser Entmachtung über den Kopf Bayers und seiner NHM-Kollegen hinweg zu.

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Mehrheit der Deutschen würde schwerstkranken Angehörigen beim Suizid helfen Umfrage zu „Frau S. will sterben“, 2.10., 21:45 Uhr im Ersten

Themen-Bild: letzte-hilfe.de
Die Mehrheit der Deutschen steht der Suizidhilfe durch Ärzte und Angehörige offen gegenüber. Nach einer Umfrage von Infratest dimap im Auftrag des SWR antworteten 53 Prozent, dass sie persönlich einem schwerstkranken Angehörigen mit der Beschaffung eines zum Tode führenden Medikamentes helfen würden, sein Leben zu beenden. 34 Prozent würden in einem solchen Fall nicht helfen, der Rest enthielt sich bei dieser Frage.

PRESSEPORTAL

Anlass für die Umfrage ist der Themenabend „Selbstbestimmtes Sterben“ im Ersten am Montag, 2. Oktober 2017. Im Anschluss an den Spielfilm „Die letzte Reise“ widmet sich die SWR-Dokumentation „Frau S. will sterben“ der Frage, wer Hilfe leisten darf, wenn Schwerstkranke mit einem Suizid ihr Leiden verkürzen möchten. Dabei werden die Auswirkungen des Strafgesetzes zur Sterbehilfe (§217 StGB) betrachtet, das Ende 2015 im Bundestag beschlossen wurde. Dieses Gesetz stellt unter Strafe, wenn zum Beispiel Ärzte „geschäftsmäßig“ Suizidhilfe leisten. „Geschäftsmäßig“ bedeutet in diesem Zusammenhang, dass Personen diese Hilfe wiederholt anbieten. Angehörige nimmt das Gesetz ausdrücklich von der Strafbarkeit aus.

ARD-Dokumentation thematisiert Folgen des Gesetzes. Die ARD-Dokumentation zeigt am Beispiel der schwerstkranken Frau S., welche Folgen dieses Gesetz für Patienten und ihre Angehörigen hat. Der Arzt ihres Vertrauens darf ihr den Sterbewunsch nicht mehr ermöglichen, sie ist auf die Hilfe ihres Sohnes angewiesen.

Vor allem aufgrund dieser Auswirkungen für Patienten und Angehörige hat das Bundesverfassungsgericht mittlerweile elf Beschwerden gegen den §217 StGB zugelassen. Der ehemalige Vorsitzende Richter am Bundesgerichtshof, Prof. Thomas Fischer, zweifelt an der Verfassungsmäßigkeit des neuen Strafrechtsparagraphen: Er erschwere ärztliche Betreuung von Schwerstkranken am Lebensende, indem es die Ärzte bedrohe: „Zumindest, dass es keine Ausnahmen gibt und zumindest diese kompromisslose Härte, in der das Gesetz das durchzieht, halte ich verfassungsmäßig nicht tragfähig“, sagt Fischer im Interview. Er sieht Grundrechte wie „Menschenwürde“ (Art. 1) und „freie Entfaltung der Persönlichkeit“ (Art. 2) verletzt. Wann das Bundesverfassungsgericht ein Urteil spricht, ist noch unklar. Sehr wahrscheinlich ist aber, dass es vorher zu einer mündlichen Anhörung kommt.

Der deutsche Palliativmediziner, Professor Gian Domenico Borasio, der an der Universitätsklinikum Lausanne tätig ist, bewertet das Gesetz in seiner Wirkung ebenfalls als problematisch: „Das ist aus meiner persönlichen Sicht als Palliativmediziner ein sehr trauriges Gesetz. Weil es gegen die Menschen geht. Es erhöht das strafrechtliche Risiko für Ärzte, die Suizidhilfe leisten wollen. Aber was noch viel schlimmer ist: Es verhindert das offene Gespräch zwischen Arzt und Patient in solchen extremen Notlagen.“

Die Initiatoren des Gesetzes von 2015 halten dagegen das Gesetz im positiven Sinne für wirksam. Der Bundestagsabgeordnete Michael Brand (CDU) hatte gemeinsam mit seiner Bundestagskollegin Kerstin Griese (SPD) den fraktionsübergreifenden Antrag entworfen und in den Bundestag eingebracht. Michael Brand im ARD-Film: „Das Gesetz wirkt sehr zielgenau und präventiv. […] Es gibt eine Ansteckungsgefahr beim Suizid. Angebot schafft Nachfrage. Wir haben die klare Grenze gezogen mit Absicht gegen den ärztlich assistierten Suizid.“

Das Gesetz habe dazu geführt, dass Sterbehilfevereine in Deutschland nicht mehr aktiv sind, meint Kerstin Griese: „Es hat auch noch einmal die Grenzen klar gezogen, dass die geschäftsmäßige Förderung des assistierten Suizids nicht erlaubt ist. Also Vereine, die es einzig und alleine darauf abgesehen haben, Menschen zum Tod zu bringen, in Deutschland nicht gewollt sind.“

Insgesamt 57 Prozent der Befragten bewerten §217 StGB mit „schlecht“ bzw. „sehr schlecht“ Dass Ärzte durch den neuen Strafrechtsparagrafen keine Suizidhilfe mehr leisten können, wird von der Mehrheit der Deutschen allerdings als negativ bewertet. Dies ergibt sich aus der aktuellen Umfrage von Infratest dimap im Auftrag des SWR. Auf die Frage „Wie finden Sie das Gesetz, das auch Ärzten enge Grenzen setzt, die wiederholt Schwerstkranken beim Suizid helfen wollen?“ antworten 57 Prozent, dass sie das schlecht (34 Prozent) bzw. sehr schlecht (23 Prozent) fänden.

Wer hilft am Lebensende? Sollen Patienten mit schwersten Leiden nicht doch die Hilfe eines Arztes in Anspruch nehmen dürfen beim selbstbestimmten Ende? Der Film von Ulrich Neumann und Sebastian Bösel „Frau S. will sterben“ zeigt, dass diese Fragen immer noch nicht beantwortet sind. Die Dokumentation im Ersten läuft im Anschluss an den Spielfilm „Die letzte Reise“ mit Christiane Hörbiger, der sich ebenfalls mit dem Thema Sterbehilfe befasst.

Film vorab für akkreditierte Journalisten auf presseportal.SWR.de und auf presse.daserste.de

Fotos über ARD-Foto.de.

Pressekontakt: Sibylle Schreckenberger, Tel.: 06131 929 32755, Sibylle.Schreckenberger@SWR.de

Wahl Dodo des Monats September 2017

Dodo des Monats September 2017 ©HFR

Je größer der gesellschaftliche Bedeutungsverlust des institutionalisierten Glaubens, um so lauter das Geschrei der Protagonisten in der Politik, den Kirchen und im Wahlkampf. Während Politiker Gefahr laufen bei unpopulärer Politik abgewählt zu werden, sonnen sich die Pfaffen im sicheren Hafen ihres beamtenrechtlichen Daseins, nicht jeder, aber bei denen die am großmäuligsten zu vernehmen sind ist es schon jeder. Zumal der temporäre Gewinn kirchlicher Appelle äußerst fragwürdig ist. Geht es um Kirchen, Religion, zumindest die christliche, können sogenannte Volksvertreter durchaus hohe Entscheidungsgeschwindigkeiten entwickeln, um danach ins politische Koma zu verfallen. Pfaffen gerieren sich als politische Weise, die jederzeit mit erhobenen Zeigefinger in gesellschaftliche Debatten eingreifen können. Das ist so, weil Politik ohne Rückrat, ohne jedwedes Risiko betrieben wird. Die öffentlich-rechtlichen Bedürfnisanstalten sind dann der Katalysator für gesellschaftliches Koma.

Hier sind die Kandidaten. Die Wahl ist bis zum 07. Oktober 2017, 18.00 Uhr, befristet. Am Folgetag wird der Gewinner hier gewürdigt werden. Viel Spaß damit.

  1.  Gaby Mayr, „dilettiert in Sachen Gleichberechtigung, Gleichstellung“, Evolutionsbiologie nur mit ad hominems.
  2.  Ursula von der Leyen, „Soldaten ohne Seelsorge sind gewissenlos“.
  3.  Manfred Rekwoski, „maßt sich an für die Menschheit sprechen zu können.“
  4.  Olaf Zimmermann, „mag den Hassprediger Luther im Reformationsfeiertag würdigen.“
  5.  Markus Dröge, „nicht gewählter Pfaffe, mit politischer Attitüde.“
  6.  Aiman Mazyk, „Hassan al-Bannas Enkel in Deutschland.“
  7.  Margot Käßmann, „ewig greinende Reformations-Pfäffin.“
  8.  Stephan Weil, „politisch versagt, droht er nun mit dem Reformationsfeiertag.“
  9.  Horst Schneider, „keine Probleme mit Wunderheilungen, empfiehlt sich für die SPD.
  10.  Marianne Birthler, „schön geredeter Bedeutungsverlust des Evangeliums.“
  11.  Heinrich Bedford-Strohm, „weiß nicht, dass es keine kirchlichen Feiertage gibt.“
  12.  Fabian Vogt, „Protestanten-Gott braucht Jesus-ähnlichen Roboter.“
  13.  Gregor Gysi, „reformatorischer Größenwahn.“
  14.  Dietmar Woidke, „sieht Randkirche in der Mitte seiner Gesellschaft.
  15.  Diakonie/Caritas, „arbeitsrechtliches Paralleluniversum, außerhalb gesellschaftlicher Kontrolle.“

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