Wahl Dodo des Monats September 2017


Dodo des Monats September 2017 ©HFR

Je größer der gesellschaftliche Bedeutungsverlust des institutionalisierten Glaubens, um so lauter das Geschrei der Protagonisten in der Politik, den Kirchen und im Wahlkampf. Während Politiker Gefahr laufen bei unpopulärer Politik abgewählt zu werden, sonnen sich die Pfaffen im sicheren Hafen ihres beamtenrechtlichen Daseins, nicht jeder, aber bei denen die am großmäuligsten zu vernehmen sind ist es schon jeder. Zumal der temporäre Gewinn kirchlicher Appelle äußerst fragwürdig ist. Geht es um Kirchen, Religion, zumindest die christliche, können sogenannte Volksvertreter durchaus hohe Entscheidungsgeschwindigkeiten entwickeln, um danach ins politische Koma zu verfallen. Pfaffen gerieren sich als politische Weise, die jederzeit mit erhobenen Zeigefinger in gesellschaftliche Debatten eingreifen können. Das ist so, weil Politik ohne Rückrat, ohne jedwedes Risiko betrieben wird. Die öffentlich-rechtlichen Bedürfnisanstalten sind dann der Katalysator für gesellschaftliches Koma.

Hier sind die Kandidaten. Die Wahl ist bis zum 07. Oktober 2017, 18.00 Uhr, befristet. Am Folgetag wird der Gewinner hier gewürdigt werden. Viel Spaß damit.

  1.  Gaby Mayr, „dilettiert in Sachen Gleichberechtigung, Gleichstellung“, Evolutionsbiologie nur mit ad hominems.
  2.  Ursula von der Leyen, „Soldaten ohne Seelsorge sind gewissenlos“.
  3.  Manfred Rekwoski, „maßt sich an für die Menschheit sprechen zu können.“
  4.  Olaf Zimmermann, „mag den Hassprediger Luther im Reformationsfeiertag würdigen.“
  5.  Markus Dröge, „nicht gewählter Pfaffe, mit politischer Attitüde.“
  6.  Aiman Mazyk, „Hassan al-Bannas Enkel in Deutschland.“
  7.  Margot Käßmann, „ewig greinende Reformations-Pfäffin.“
  8.  Stephan Weil, „politisch versagt, droht er nun mit dem Reformationsfeiertag.“
  9.  Horst Schneider, „keine Probleme mit Wunderheilungen, empfiehlt sich für die SPD.
  10.  Marianne Birthler, „schön geredeter Bedeutungsverlust des Evangeliums.“
  11.  Heinrich Bedford-Strohm, „weiß nicht, dass es keine kirchlichen Feiertage gibt.“
  12.  Fabian Vogt, „Protestanten-Gott braucht Jesus-ähnlichen Roboter.“
  13.  Gregor Gysi, „reformatorischer Größenwahn.“
  14.  Dietmar Woidke, „sieht Randkirche in der Mitte seiner Gesellschaft.
  15.  Diakonie/Caritas, „arbeitsrechtliches Paralleluniversum, außerhalb gesellschaftlicher Kontrolle.“