Massaker in Las Vegas: Schütze tötet 50 und verletzt 406 Menschen


Mandala Bay Hotel. Bild (von 2010): Kris1123 / CC BY 3.0
Der 64-jährige Verdächtige, der von einem höhergelegenen Hotelzimmer aus auf Besucher eines Country-Konzerts schoss, soll sich unmittelbar vor dem Polizeizugriff selbst „tödliche Wunden“ zugefügt haben

Von Thomas Pany | TELEPOLIS

Man weiß es längst, die USA haben ein großes Problem mit Gewalt, besonders mit dem Gebrauch von Schusswaffen. Auf spektakulär eindringliche Weise wird dies in Las Vegas erneut vor Augen geführt. Ein 64-Jähriger schoss, vermutlich aus mehreren Waffen, gestern Nacht von einem Hotelzimmer im 32ten Stock aus auf Besucher eines Country-Konzerts auf der anderen Seite des Vegas Strip, der Hauptstraße der Vergnügungsstadt. Am frühen Nachmittag europäischer Zeit berichten Medien von über 50 Toten.

Viele Fragen, angefangen vom Motiv des Schützen, wie er den Massenmord vorbereiten konnte, der mehr Tote verursachte als IS-Anschläge der letzten Zeit, ob er vollständig alleine agierte, über den Ablauf der Schießerei, die Treffsicherheit des Sniper – war er ausgebildet? -, die Entfernung zwischen Hotel und dem Konzert, sind noch offen. Schock und Konfusion, dazu die Eile der Berichterstattung liefern noch ein ziemlich unvollständiges Bild, das nach und nach korrigiert wird.

Zu sehen ist das allein schon daran, dass man anfangs, in den Vormittagsstunden mitteleuropäischer Zeit, noch Berichte über zwei Tote las, während ein Video vom Konzert des Sängers Jason Aldean beim russischen Sender RT (jetzt hier) auf dramatische Weise hören ließ, dass es mehrere und sehr lang anhaltende Serien von Schüssen offensichtlich aus einem Automatikgewehr gab, so dass „nur“ zwei Tote als Bilanz unglaubwürdig erschien und man sich auf Schlimmeres gefasst machen musste.

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