Die Erzkatholischen und ihre Liebe zu Maria


Die in katholischen Bevölkerungsschichten einst omnipräsente Marienverehrung ist heute vor allem ein Identifikationsmerkmal der Ultrakonservativen. (Bild: ZVG)
Sie begeistern sich für einen mittelmässigen Marien-Film und pilgern in Scharen nach Bosnien: Die Schweizer Traditionalisten scharen sich unter dem Banner der Muttergottes.

Von Simon Hehli, Erich Aschwanden | Neue Zürcher Zeitung

Ein kolumbianisches Model berichtet, wie es den Ausbruch aus der sündigen Glitzerwelt geschafft und die Liebe zu Jesus entdeckt hat. Ein amerikanischer Arzt erzählt, warum er, der sein Geld lange mit Abtreibungen verdiente, jetzt eine Pro-Life-Klinik leitet. Kann ein Film, der sich mit solchen Themen befasst, in einer säkularisierten Gesellschaft für Furore sorgen? Offenbar schon. Es ist ein herrlicher Nachmittag in Einsiedeln, die Herbstsonne strahlt. Dennoch füllt sich der Hauptsaal des Kinos Cineboxx fast bis auf den letzten Platz. Aus den katholischen Gebieten der Deutschschweiz sind die vorwiegend älteren Semester in den Wallfahrtsort gekommen, um die Premiere des missionarischen Streifens «Mary’s Land» mitzuerleben.

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