„ALTERNATIVE MITTE“: Diese Geste finden „gemäßigte“ AfDler verfassungsfeindlich


Begleitet von Protesten: Deutschlandtagung der „Alternativen Mitte“ der AfD Quelle: dpa/Timm Schamberger
Die vermeintlich bürgerlichen Kräfte in der AfD kommen zur „Deutschland-Tagung“ zusammen. Trotz aller Kritik an Höcke, Poggenburg, Gauland und Co wird klar: So groß sind die Unterschiede zu den Nationalisten nicht.

Von Alan Posener | DIE WELT

Es ist, als hätten sich die vermeintlich bürgerlichen Kräfte in der AfD verstecken wollen. Die „Erste Deutschland-Tagung der Alternativen Mitte“ (AM) findet in Tettau statt, hart an der ehemaligen innerdeutschen Grenze, wo Bayern hinüberwächst in Thüringen, fern von irgendeiner Bahnlinie und fast eine Stunde von der nächsten Autobahn entfernt.

Vor der „Festhalle“ lärmen ein paar Dutzend Protestierer. Sie wollen keine AfD, nicht einmal eine innerparteiliche Opposition, die sich gebildet hat in Abgrenzung zum nationalrevolutionären Flügel um Björn Höcke, André Poggenburg und Alexander Gauland und sich etwas unglücklich „das Lager“ nennt. Angereist sind an diesem Tag der Deutschen Einheit etwa 175 AM-Anhänger, 90 Prozent sind Männer.

Worum geht es ihnen? Helmut Witter, der die AM Thüringen vor einem Monat bei einem Treffen auf der Wartburg mitgegründet hat, dürfte einigermaßen typisch sein. Der 69-Jährige aus Suhl ist gelernter Maschinenbauer, wurde später Elektroingenieur, war in der Wende aktiv und arbeitete nach der Vereinigung als Versicherungsvertreter.

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