Selbst Bischöfe zogen für die Sklaverei in den Krieg


Leonidas Polk (1806-1864) zog als kämpfender Bischof der Episkopalkirche für die Konföderierten in den amerikanischen Bürgerkrieg Quelle: pa/ Newscom (picturehistory)
Der Streit um Südstaaten-Generäle und ihre Denkmäler in den USA hat jetzt auch die Kirchen erreicht. So gab es Seelsorger, die sich als konföderierte Truppenführer einen Namen machten.

Von Florian Stark | DIE WELT

Was haben George Washington, Franklin D. Roosevelt und George Bush gemein? Sie waren bzw. sind Angehörige der Episkopalkirche der Vereinigten Staaten von Amerika. Obwohl diesem Ableger der anglikanischen Gemeinschaft nicht einmal ein Prozent aller Amerikaner angehören, waren bislang ein Viertel aller US-Präsidenten sowie zahlreiche Familien der Elite wie die Vanderbilts oder Astors Gemeindemitglieder. Noch heute sind viele Episcopalians gebildet, vermögend und entsprechend einflussreich.

Das kann erklären, warum sich die 390 Mitglieder der Episkopalgemeinde von Lexington (Virginia) eine Kirche leisten können. Doch jetzt geht ein Riss durch die Gläubigen. Denn die Kirche hat lange den Namen ihres berühmtesten Mitglieds getragen: R. E. Lee Memorial Church, nach Robert E. Lee, dem berühmtesten General der Südstaaten im Bürgerkrieg und Oberkommandierenden seiner Armeen.

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