Armutskonferenz warnt vor weiterer Entsolidarisierung


Die Nationale Armutskonferenz warnt vor einer wachsenden gesellschaftlichen Entsolidarisierung. Mit Blick auf den zurückliegenden Wahlkampf sagte die Sprecherin der Nationalen Armutskonferenz, Barbara Eschen, am Mittwoch in Berlin, „wir haben gerade eine unglaubliche Neiddebatte erlebt“. Die AfD spiele mit völkischen Parolen gezielt Menschen gegeneinander aus und wolle ein Ende des sozialen Ausgleichs für Schwächere. „Das macht gerade vielen in Armut lebenden Menschen Angst“, betonte Eschen, die auch Direktorin der Diakonie Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz ist, zum Auftakt einer Tagung. Den Betroffenen brenne deshalb auf den Nägeln, was nach der Bundestagswahl passiert.

evangelisch.de

Viele in Armut Lebende hätten das Gefühl, dass das, was politisch entschieden wird, mit ihnen nichts zu tun habe, sagte Eschen weiter. Schon der Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung habe thematisiert, dass politische Entscheidungen vor allem für Besserverdienende gefällt werden. Darum sei es so wichtig, eine Lobby für Arme zu bilden und ihnen Gehör zu verschaffen. Veranstalter der Berliner Tagung ist die Nationale Armutskonferenz, ein Bündnis aus Wohlfahrtsverbänden, Gewerkschaften, Fachverbänden der Armutsbekämpfung und Selbsthilfeorganisationen.

weiterlesen