Chemie-Nobelpreis für Cryo-Elektronenmikroskopie


Die Cryo-Elektronenmikroskopie verschafft einzigartige Einblicke in die Struktur von Biomolekülen. © Martin Högbom/ The Royal Swedish Academy of Sciences
Einblicke in die Moleküle des Lebens: Den diesjährigen Chemie-Nobelpreis bekommen Jacques Dubochet, Joachim Frank und Richard Henderson – drei Forscher, die die Cryo-Elektronenmikroskopie entwickelt haben. Dieses Verfahren hat es ermöglicht, Biomoleküle in Aktion zu sehen und atomgenau abzubilden. Ihm verdanken wir so spektakuläre Aufnahmen wie von Bakterien beim Angriff auf Zellen, von Fotosynthese-Molekülen beim Lichtfang oder der Struktur des Zika-Virus.

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Lange Zeit waren Biomoleküle wie Proteine, die DNA oder RNA die großen Unbekannten der Biochemie. Zwar konnten Wissenschaftler mithilfe der Röntgen-Kristallografie auf die Struktur dieser Moleküle schließen, doch diese Aufnahmen zeigen die Biomoleküle nur in kristallisierter, erstarrter Form. Wie sich diese komplexen Verbindungen bewegen und wie sie miteinander interagieren, blieb weitgehend unbekannt. Viele Biomoleküle lassen sich zudem nicht kristallisieren und entzogen sich daher komplett unserer Sicht.

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