Katholische Kirche: Keine Kohle für Kohle


Bild: tilly
Katholische Institutionen wollen aller Geldanlagen in fossile Energieträger entsagen

Von Wolfgang Pomrehn | TELEPOLIS

40 katholische Institutionen aus aller Welt haben den 790. Jahrestag des Franziskaner Ordens Franz von Assisi zum Anlass genommen, ihr Geld aus Anlagen in Kohle und anderen fossilen Energieträgern abzuziehen. Das berichtet die britische Zeitung The Guardian.

Auch die italienische Stadt Assisi habe sich dem Schritt angeschlossen. „Wenn wir uns um die Umwelt kümmern, kümmern wir uns auch um die Armen, die die ersten Opfer des Klimawandels sein werden“, zitiert die Zeitung die Bürgermeisterin Assisis, Stefania Proietti.

Beteiligt sind unter anderem die Erzdiözese von Kapstadt, die belgische Bischofskonferenz und die deutsche Bank für Kirche und Caritas eG (BKC). Diese hatte bereits im März ihren sogenannten Nachhaltigkeitsfilter erweitert, der nun auch Kapitalanlagen in der Kohle- und Teersandförderung ausschließt.

Der bei der BKC für Nachhaltigkeit zuständige Abteilungsleiter Tommy Piemonte hatte die neuen Ausschlusskriterien seinerzeit auch mit finanziellen Risiken begründet. Neben der Betrachtung des Klimawandels aus einer christlichen Wertehaltung heraus gebe es bei den fossilen Energieträgern und insbesondere im Bereich der Kohleförderung auch Risiken, die aus politischen Vorgaben erwachsen könnten.

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