KURT BIEDENKOPF : „Ich sorge mich um mein Lebenswerk“


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Kurt Biedenkopf hat die sächsische CDU nach dem Wahl-Debakel heftig kritisiert. Der ehemalige sächsische Ministerpräsident hält den Landesvorsitzenden Tillich für gescheitert – und spricht über seinen Wunschnachfolger.

Frankfurter Allgemeine

Der CDU-Politiker und frühere sächsische Ministerpräsident Kurt Biedenkopf hat seiner Partei und ihrem sächsischen Landesvorsitzenden Stanislaw Tillich schlechte Noten ausgestellt. „Die CDU war halt schlecht. Und die AfD zerlegt sich gerade schon wieder. Die CDU hat keine gute Politik gemacht“, sagte der 87 Jahre alte Politiker im Interview mit dem Radiosender Bayern 2. In der Wochenzeitung „Die Zeit“ nannte er Bundesinnenminister Thomas de Maizière als seinen Wunschkandidaten für eine Tillich-Nachfolge.

Biedenkopf ging in der „Zeit“ hart mit Tillich ins Gericht: „Ich sorge mich um mein Lebenswerk.“ Dem Nachfolger fehle für sein Amt die „Vorbildung“. Tillich sei ursprünglich nicht für den Posten vorgesehen gewesen. „Er hat das nie gelernt.“ Ein Ministerpräsident dürfe nicht scheu sein, wenn es um Entscheidungen gehe, stellte Biedenkopf fest. „Er lebt ein bisschen in einer anderen Welt, ist primär interessiert an Kompromissen.“ Ein Ministerpräsident sei aber etwas anderes als ein Präsident.

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