Missbrauchsvorwürfe gegen Kardinal Pell: Gericht könnte rund 50 Zeugen befragen


In der Missbrauchsaffäre um den australischen Kardinal George Pell sind fast 50 Zeugen geladen. Der Beschuldigte erschien freiwillig zu einem Gerichtstermin und wurde von wütenden Demonstranten empfangen.

SpON

Australiens höchster katholischer Würdenträger, George Pell, steht seit Monaten im Mittelpunkt einer Missbrauchsaffäre. Bei einem Gerichtstermin in der australischen Stadt Melbourne ist nun festgelegt worden, dass am 5. März die Anhörungen zu den Vorwürfen gegen den Kardinal beginnen sollen. Die Anhörungen werden demnach vier Wochen dauern; rund 50 Zeugen sind geladen.

Pell, der freiwillig zu dem Termin erschienen war, wurde außerhalb des Gerichts von einer wütenden Menge begrüßt. Demonstranten beschimpften ihn, wie australische Medien berichteten. „Es ist egal, wie weit oben man im Baum sitzt oder wie viel Geld man hat – niemand steht über dem Gesetz“, sagte ein Demonstrant.

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