Religiöse Intoleranz: Experten setzen auf Dialog und Rechtsstaat


Im Kampf gegen religiöse Intoleranz setzen Vertreter der Religionsgemeinschaften in Köln auf einen starken Rechtsstaat und den Dialog.

evangelisch.de

„Die jüdische historische Erfahrung mit Toleranz ist schlecht“, sagte der jüdische Publizist Günther Bernd Ginzel am Donnerstagabend bei einer Podiumsdiskussion. Auch heute noch gebe es kein jüdisches Kind und keinen jüdischen Jugendlichen, der nicht schon antisemitische Erfahrungen gemacht habe. Deshalb sei wichtiger als Toleranz, dass die plurale Gesellschaft alles daransetze, gleiches Recht für alle durchzusetzen, so wie es Grundgesetz und der Rechtsstaat garantierten.

Es gebe auch kein muslimisches Kind und keinen muslimischen Jugendlichen, der nicht schon anti-islamische Erfahrungen gemacht habe, ergänzte die Islamwissenschaftlerin Lamya Kaddor. Sie forderte dazu auf, Islamfeindlichkeit zu bekämpfen, nicht nur wegen des grundgesetzlich verbrieften Rechts der Religionsfreiheit. „Der Islamismus lebt von der Islamfeindlichkeit. Er kann immer darauf verweisen, dass die Welt feindlich ist und man sich wehren muss.“

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