Aus der Schweiz reisen mehr illegale Flüchtlinge nach Deutschland


Schweizer Grenzwächter auf Patrouille im Bahnhof Basel SNCF. (Bild: Gaëtan Bally / Keystone)
Die Schweiz wird zunehmend zum Transitland für Flüchtlinge. Dies bekommt auch Deutschland zu spüren. Gemeinsame Kontrollen helfen mit, das Problem zu entschärfen.

Von Erich Aschwanden | Neue Zürcher Zeitung

Die Schlagzeilen der deutschen Medien in diesem Frühling klangen dramatisch. So berichtete «Die Welt», die Zahl der illegalen Einreisen über die Schweiz habe sich gegenüber 2016 verdreifacht. Nachdem die Balkanroute geschlossen worden sei, habe sich die illegale Migration auf den Weg über Italien und die Schweiz nach Deutschland verlagert. Als Reaktion erklärte der baden-württembergische Innenminister Thomas Strobl (CDU) Anfang April gegenüber «Der Zeit», die Wiedereinführung von Grenzkontrollen zur Schweiz sei «selbstverständlich» denkbar.

4100 illegale Übertritte

Seit dem Frühjahr hat der Migrationsdruck auf die Schweiz stark nachgelassen. So sank die Zahl der Asylgesuche in den Monaten Juli und August um fast ein Drittel gegenüber den Zahlen des Vorjahres.Insbesondere im Tessin verlief der Sommer ruhiger als erwartet. Dies, nachdem Italien und Libyen die Flüchtlingsroute über das Mittelmeer weitgehend unterbrochen hatten.

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