Islamwissenschaftler schlägt 40 Thesen zur Islam-Reform an Berliner Moscheetür


Abdel Hakim Ourghi, Bild: picture alliance/dpa
Nur ein reformierter Islam gehört zu Deutschland, sagt Islamwissenschaftler Abdel-Hakim Ourghi. Er schlug nun 40 Thesen zur Reform des Islam an die Tür der Dar-Assalam-Moschee.

BZ

Ein Martin Luther des Islam? Im Jahr des 500. Reformationsjubiläums hat der Freiburger Islamwissenschaftler und Religionspädagoge Abdel-Hakim Ourghi in Berlin 40 Thesen zur Reform des Islam an eine Moscheetür geschlagen. Ourghi heftete am Samstagmorgen seine Thesen zu einem humanistischen, friedfertigen Islam an die Tür der als salafistisch geltenden und vom Verfassungsschutz beobachteten Dar-Assalam-Moschee („Neuköllner Begegnungsstätte”). Der Mitbegründer der liberalen Berliner Ibn-Rushd-Goethe-Moschee hatte am Vortag sein Buch „Reform des Islam. 40 Thesen” vorgestellt.

Bei der Buchpräsentation am Freitagabend in Berlin betonte Ourghi: „Nur ein reformierter Islam gehört zu Deutschland.” Es brauche eine ehrliche Debatte über aus dem Koran begründete Gewalt, die Unterdrückung von Frauen oder die Ausgrenzung und Verfolgung Andersdenkender im Namen der Religion: „Wir müssen auch über die dunklen Seiten des Islam reden.”

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