Jüdische Dachverbände sehen AfD und Front National als Gefahr


Die Dachverbände der Juden in Deutschland und Frankreich haben AfD und Front National als Bedrohung des jüdischen Lebens bezeichnet.

derStandard.at

Die seit Jahrzehnten gepflegte Tradition, Kontakt zu allen Parlamentsparteien zu halten, lasse sich deshalb nicht fortführen, schreiben die Vorsitzenden, Josef Schuster und Francis Kalifat, in einem gemeinsamen Beitrag für die „Welt“ und „Le Figaro“ (Samstag).

„Wir schätzen politischen Pluralismus in der Demokratie. Gerade deshalb sehen wir keine Möglichkeit einer Zusammenarbeit mit der AfD oder dem Front National“, betonten die beiden.

Nazi-Sprech und Kippa-Verbot

In Deutschland scheuten einzelne AfD-Politiker nicht vor einem Sprachgebrauch aus der Nazi-Zeit zurück, wenn sie etwa von „Umvolkung“ redeten oder forderten, die Vokabel „völkisch“ wieder positiv zu besetzen, heißt es in dem Beitrag. In Frankreich stellten die Rechtsextremisten jüdisches Leben infrage, indem sie davon sprächen, das Tragen der Kippa in der Öffentlichkeit und das Schächten zu verbieten.

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