Kirchenabrisse: „Wir stehen erst am Anfang“


Wie viele Kirchen wurden seit dem Jahr 2000 in Deutschland abgerissen? Katholisch.de hat die Zahl recherchiert und mit einem Experten gesprochen. Er ruft zum Umdenken auf – bevor es zu spät ist.

Von Tobias Glenz | katholisch.de

Ein lauter Knall – und der einst so stolze Kirchturm kracht unter Getöse in sich zusammen. Was das Dynamit der Sprengmeister noch stehen lässt, walzen die Bagger platt. Nach wenigen Tagen bleibt nichts als eine große freie Fläche übrig – dort, wo über Jahrzehnte oder länger die religiöse Heimat vieler Menschen stand. Der Verlust der eigenen Kirche ist für Gläubige ein Horrorszenario. Doch sind Kirchenabrisse wegen Priestermangels, Gläubigenmangels und letztlich Geldmangels in Deutschland seit Jahren Realität. Wenn ein Sakralgebäude nicht mehr als Gottesdienstort zu halten ist, dann soll der Abriss immer nur die „ultima ratio“ – also die letzte mögliche Lösung – sein; so jedenfalls formuliert es die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) in einer Arbeitshilfe aus dem Jahr 2003. Aber wie sieht die Wirklichkeit aus?

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