Radler als Opfer des Burkaverbots


foto: apa / roland schlager Verhüllt Radfahren ist seit Anfang Oktober ein Delikt.

Wenn der Schal bis über den Mund gezogen wird, kann das in Wien Abmahnungen zur Folge haben

derStandard.at

Radfahren in Zeiten des Antigesichtsverhüllungsgesetzes könnte sich zu einem Katz-und-Maus-Spiel mit der Polizei entwickeln – zumal bei niedrigeren Temperaturen, wie sie Mittwochabend in Wien herrschten. Da radelte eine Standard-Leserin am Rathaus vorbei. Ihren Schal trug sie über dem Mund.

Da habe sie ein Polizist aufgehalten mit den Worten: „Nehmen Sie den Schal runter.“ – „Wieso? Es ist kalt.“ – „Es ist nicht kalt, nehmen Sie ihn runter.“ Die Amtshandlung habe mit einer Abmahnung geendet.

Schal nur mit Attest

Abgemahnt worden sei sie auch am Rande einer Demonstration gegen den neuen Enthüllungszwang. In einem Fall habe selbst der Hinweis auf eine Zahnextraktion den Polizisten nicht erweichen können, schildert die Betroffene. Sie müsse ein Attest vorweisen, habe der Beamte eingewandt.

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