Amerika und Türkei im Visa-Clinch


Recep Tayyip Erdogan und Donald Trump am Rande der UN-Vollversammlung im September. ©REUTERS
Wer als Amerikaner in die Türkei reisen will, oder umgekehrt, hat es nun schwer. Die Gründe für die diplomatische Krise haben mit dem Prediger Gülen zu tun.

Frankfurter Allgemeine

Die Vereinigten Staaten und die Türkei schränken die Bearbeitung von Visa-Anträgen für das jeweils andere Land ein. Nachdem die amerikanische Botschaft in Ankara am Sonntag zunächst mitgeteilt hatte, dass die Bearbeitung türkischer Visa-Anträge mit sofortiger Wirkung ausgesetzt worden sei, zog die Türkei kurz darauf nach. Washington hatte seine Entscheidung nach der Festnahme eines türkischen Mitarbeiters im amerikanischen Konsulat in Istanbul bekanntgegeben und damit die Einreise türkischer Touristen und Geschäftsreisender erheblich erschwert.

Zur Begründung hieß es, „jüngste Ereignisse“ ließen die Regierung daran zweifeln, dass die Sicherheit des Personals in amerikanischen Vertretungen in der Türkei gewährleistet sei. Dem Festgenommenen wird Mitgliedschaft in der Gülen-Bewegung vorgeworfen, die für den türkischen Putschversuch vom Juli 2016 verantwortlich gemacht wird. Seitdem wurden zehntausende mutmaßliche Anhänger des Amerika lebenden Islam-Predigers Fetullah Gülen inhaftiert. Amerikas Botschaft wies die Anschuldigungen gegen ihren Mitarbeiter als „grundlos“ zurück.

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