Angst vor Infiltration durch islamistische Extremisten


Immer mehr Tunesier gelangen derzeit nach Sizilien. In Rom befürchtet man, dass sich im westlichen Mittelmeer eine neue Schleuse für schwarzafrikanische Migranten auftut.

Von Andrea Spalinger | Neue Zürcher Zeitung

Sie brechen in der Dunkelheit der Nacht auf Fischkuttern von der tunesischen Küste aus Richtung Italien auf. In kleinen Gruppen von ein paar Dutzend Personen. Ohne Radar und Satellitentelefone, um nicht aufgespürt zu werden. Die Fluchtroute ist allerdings nicht neu. Seit Jahrzehnten versuchen Tunesier über das westliche Mittelmeer nach Italien zu gelangen. Zuletzt waren 2011 nach dem Ausbruch des Arabischen Frühlings Zehntausende in Lampedusa angekommen. Mit einem Rückführungsabkommen zwischen Rom und Tunis konnten die Überfahrten danach allerdings deutlich reduziert werden.

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