Der Beginn einer neuen Ära der Astrophysik


Künstlerische Darstellung zweier kollidierender Neutronensterne © DANA BERRY, SKYWORKS DIGITAL, INC
Lange hat man darauf gewartet, nun ist es offenbar endlich geglückt: Erstmalig scheint die Quelle einer Gravitationswelle auch als Lichtblitz zu beobachten zu sein. Eine wissenschaftliche Sensation.

Von Sibylle Anderl | Frankfurter Allgemeine

Gerüchte kursieren bereits seit Mitte August, als der texanische Astrophysiker J. Craig Wheeler vorschnell auf Twitter seiner Begeisterung darüber Ausdruck verlieh, dass die Gravitationswellenjäger der Virgo- und Ligo-Experimente erstmalig eine Gravitationswelle detektiert hätten, die nicht auf die Verschmelzung zweier schwarzer Löcher zurückzuführen sei, sondern auf das Zusammenstürzen zweier Neutronensterne. Letzteres Ereignis würde sich nicht nur in einer wellenartigen Verzerrung der Raumzeit, sondern außerdem in einem hellen Aufleuchten des Sternenpaars in elektromagnetischer Strahlung äußern. Mithilfe dieses Lichtpulses wäre es möglich, den Herkunftsort der Welle präzise zu bestimmen – etwas das aufgrund der Gravitationswellen allein nicht möglich ist, da die kombinierten Daten der drei Gravitationswellendetektoren von Virgo und Ligo nur eine ausgedehnte Region in Form einer “Banane” am Himmel als Ursprungsort markieren.

weiterlesen