Wo sind die deutschen IS-Kämpfer?


Ein Mitglied der „Demokratischen Kräfte Syriens“ überwacht die Westfront im Kampf um Rakka, die Stadt, die der IS als seine „Hauptstadt“ bezeichnet. (Foto: AFP)
  • 940 Deutsche sollen sich in den vergangenen Jahren nach Syrien und in den Irak abgesetzt haben. Wo sind sie heute?
  • Etwa ein Drittel soll zurückgekehrt sein, etwa 145 weitere getötet. Doch was ist mit dem Rest?
  • Die Behörden erwarteten nach den Niederlagen des IS eine Rückreisewelle, doch sie ist bisher ausgeblieben.
  • Viele der deutschen Kämpfer werden wohl im Kriegsgebiet bleiben – freiwillig oder unfreiwillig.

Von Georg Mascolo | Süddeutsche.de

Über die Szene der deutschen Dschihad-Reisenden ist so einiges bekannt. 940 Personen sollen sich in den vergangenen Jahren nach Syrien und in den Irak abgesetzt haben. Die meisten sind muslimische Männer mit Migrationshintergrund, manche auffallend gut gebildet. Und nicht wenige hatten kriminelle Karrieren hinter sich. Lange war die Reise ins Kalifat geradezu ein Massenphänomen – nie zuvor in der Geschichte hatte eine terroristische Organisation so viel Zulauf aus Deutschland wie der sogenannte Islamische Staat. Nur auf eine Frage gibt es keine Antwort: Wo sind sie heute?

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