Unterwegs mit einer Hassfigur


Ins Gespräch vertieft: Seyran Ateş in ihrer Ibn-Rushd-Goethe-Moschee in Berlin-Moabit. Bild: Alexander Gehring/ SZ-Magazin.de
Für ihre Vision eines weltoffenen Islam wird Seyran Ateş von konservativen Muslimen angefeindet. Statt zurückzustecken, schießt sie ebenso scharf zurück.

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Am Ende des Interviews will man von Seyran Ateş wissen, ob sie die scharfe, verletzende Formulierung, die sie eben ausgesprochen hat, autorisieren werde? Es ist im deutschen Journalismus üblich, Gesprächspartnern dieses Recht einzuräumen, ihr gesprochenes Wort noch einmal korrigieren zu dürfen. Oft werden die provokantesten Formulierungen so verändert, dass sie nicht mehr provokant wirken. Nicht so bei Seyran Ateş, einer türkischstämmigen Anwältin, die in Berlin gerade eine Moschee gegründet hat. Im Interview hatte sie die Männer, die den Islamverbänden in Deutschland vorsitzen, »Bauerntrottel« genannt. Nun überlegt sie kurz und sagt, dass man diese Formulierung ruhig so aufschreiben dürfe.

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