Österreich: Wo die Rechtsnationalisten immer stärker waren


Einigkeit unter Rechten: Frauke Petry und Hans-Christian Strache auf der Zugspitze Quelle: dpa
Ein Muster, das sich auflöst: Rechtsnationalisten waren in Österreich stets stärker als in Deutschland. Heute strotzt die AfD vor Kraft – während die FPÖ in Turbulenzen gerät. Dafür gibt es strukturelle Gründe.

Von Klaus Geiger | DIE WELT

Die Sonne strahlt auf die Zugspitze, Traumwetter für das Gipfeltreffen der Rechtsnationalen. Frauke Petry im knallgrünen Anorak, Heinz-Christian Strache mit verspiegelter Fliegersonnenbrille. Die damalige AfD-Chefin und der Chef der österreichischen FPÖ trafen sich im Juni 2016 auf dem höchsten deutschen Berg. Die Anführer zweier Parteien, die damals – getragen von den Debatten der Flüchtlingskrise – die höchsten Umfragewerte ihrer Geschichte erzielten.

Die AfD schaffte es, ohne Petry, bei der Wahl in etwa auf diesem Rekordniveau in den Bundestag einzuziehen. Straches FPÖ aber hat inzwischen einen heftigen Dämpfer erhalten – und wird laut Umfragen bei der Wahl am Sonntag deutlich schlechter abschneiden als in den sonnigen Zugspitztagen des Jahres 2016. Damit scheint sich ein altes deutsch-österreichisches Muster aufzulösen.

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