Blutbad erschüttert Mogadiscio


Die somalische Hauptstadt erlebt einen der schlimmsten Terroranschläge ihrer Geschichte. (Bild: Said Yusuf Warsame / EPA)
Der schlimmste Anschlag seit langem mit über 200 Toten hat am Samstag die somalische Hauptstadt Mogadiscio erschüttert. Hinter der Terrorattacke steht vermutlich die islamistische Shabab-Miliz.

Von David Signer | Neue Zürcher Zeitung

Bei einem Anschlag in der somalischen Hauptstadt Mogadiscio am Samstagnachmittag sind mehr als 200 Personen ums Leben gekommen. Hunderte wurden verletzt, viele von ihnen schwer. Es handelt sich womöglich um den schlimmsten Terrorangriff im Land am Horn von Afrika überhaupt. Obwohl sich noch niemand zur Tat bekannt hat, deutet alles auf die islamistische Terrorgruppe al-Shabab, die in Mogadiscio immer wieder Bombenattentate verübt. Die mit al-Kaida verbundene Organisation konnte im August 2011 aus der Stadt vertrieben werden. Sie kontrolliert aber immer noch ländliche Teile von Somalia und verübt Angriffe in der Hauptstadt, die sich vor allem gegen die fragile Regierung, militärische Einrichtungen sowie Ausländer richten. Das Hotel Safari, das dieses Mal Ziel der Attacke war, gilt allerdings eher als allgemeiner Treffpunkt von Somaliern und nicht so sehr von Regierungsmitarbeitern oder Ausländern.

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