Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen zum Tod von Oury Jalloh ein


Während einer Kundgebung zum Tod von Oury Jalloh © Uwe Hiksch @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
Die Ermittlungen zum Tod von Oury Jalloh wurden von der Staatsanwaltschaft eingestellt. Es gebe keine Anhaltspunkte für eine Beteiligung Dritter am Tod des Asylbewerbers. Die Familie des Opfers ist irritiert und kündigt Beschwerde an. Eine Initiative geht von Mord in der Polizeizelle aus.

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Die Staatsanwaltschaft Halle (Saale) hat die Ermittlungen zum Tod von Oury Jalloh eingestellt. Nach sorgfältiger Prüfung der vorliegenden Erkenntnisse habe das am 7. Dezember 2012 von Amts wegen eingeleitete Verfahren „keine ausreichenden tatsächlichen Anhaltspunkte für eine Beteiligung Dritter an der Brandlegung ergeben“, teilte die Anklagebehörde am Donnerstag in Halle mit. Eine weitere Aufklärung sei nicht zu erwarten.

Die Familie von Oury Jalloh hat laut Anwälten mit Betroffenheit und Unverständnis auf die Einstellung des Ermittlungsverfahrens zu dessen Tod reagiert. Rechtsanwältin Gabriele Heinecke erklärte am Freitag im Namen der Familie, dass gegen die Einstellung Beschwerde eingelegt und der Staatsanwaltschaft erneut aufgegeben werde, welche weiteren Ermittlungsschritte zwingend zu unternehmen sind. Die Generalstaatsanwaltschaft Naumburg hatte erst Anfang Juni 2017 die weitere Bearbeitung des Ermittlungsverfahrens der Staatsanwaltschaft Halle übertragen.

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