… und auf einmal wackelt Göring-Eckardt beim Familiennachzug


Betont nüchtern diskutieren die Jamaika-Sondierer bei „Anne Will“. Bis es beim Thema Familiennachzug auf einmal hitzig wird. Grüne und FDP befinden sich offenbar im Flirtmodus – trotz des Macho-Charmes eines Gastes.

Von Ralf Dargent | DIE WELT

„Fünf Minuten noch, bitte“, hätte das Publikum bei Anne Will rufen sollen. Oder: „Wenigstens zwei!“ Aber es rief niemand. Und so machte die Talkshow-Moderatorin am Sonntagabend, wie vom Korsett des Programmplans vorgegeben, mit den „Tagesthemen“ weiter.

Schade. Denn ihre Sendung mit immerhin drei zentralen Teilnehmern der kommenden Sondierungsverhandlungen zu einer Jamaika-Koalition brachte erst ganz am Ende Leidenschaft und eine konkrete Auseinandersetzung über ein Streitthema.

CDU-Vize Volker Bouffier, FDP-Vize Wolfgang Kubicki und Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt wollten ganz offenkundig zuvor möglichst viel Nüchternheit präsentieren. Dabei hieß das Thema am Tag der Niedersachsenwahl: „Der Abschluss im Superwahljahr. Wird jetzt mal wieder Politik gemacht?“ Die drei hätten also mit Kraft nach vorne blicken und einen Vorgeschmack auf die kommenden Sondierungen geben können.

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