20. Hannah-Arendt-Tage werden eröffnet: „Wir müssen auf Neustart gehen“


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Die digitale Überwachung der Bürger mache sie berechenbar, vorhersehbar, manipulierbar, meint die Essayistin Yvonne Hofstetter. Zur Eröffnung der Hannah-Arendt-Tage fordert sie, bürgerliche Freiheiten gleich zusammen mit der Technik zu denken.

Von Andreas Wilkens | heise.de

Am heutigen Dienstagabend werden um 19 Uhr in der Galerie Herrenhausen in Hannover die 20. Hannah-Arendt-Tage eröffnet. In ihrem Eröffnungsvortrag will die Juristin und Essayistin Yvonne Hofstetter der Frage nachgehen: „Wissen – Macht – Meinung: Wie demokratisch wird das digitale Jahrhundert?“ Die Eröffnungsveranstaltung wird im Livestream übertragen.

„Viele glauben, Digitalisierung mache frei: durch schrankenlosen Zugriff auf Konsumgüter und globales Wissen“, erläutert Hofstetter. Aber: Die digitale Überwachung der Bürger mache sie berechenbar, vorhersehbar, manipulierbar. Filter-Algorithmen unterdrückten Minderheitsmeinungen. Der algorithmische Sozial-TÜV der sozialen Medien führe zu technologischem Rassismus und Vorverteilung.

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