China: Frühmensch-Genom entschlüsselt


Skelett des 40.000 Jahre alten Tianyuan-Menschen aus China © Fu Qiaomei
40.000 Jahre alter „Chinese“: Forscher haben das Genom des ältesten je in China gefundenen modernen Menschen entschlüsselt. Wie sie herausfanden, ist der Homo sapiens-Vertreter ein entfernter Cousin heute lebender Asiaten. Gleichzeitig ist er mit Ureinwohnern aus Südamerika verwandt – nicht jedoch mit Indianern aus dem Norden. Dieses überraschende Verwandtschaftsverhältnis scheint nun die vor kurzem aufgestellte These zu bestätigen, dass nicht eine, sondern mindestens zwei eigenständige Bevölkerungsgruppen aus Asien nach Amerika einwanderten.

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Vor rund 60.000 Jahren machte sich der Homo sapiens von Afrika aus auf, die Welt zu erobern. In unterschiedlichen Strömen breitete er sich in Europa, Asien und schließlich in Amerika aus. Zwischendurch traf er wahrscheinlich im Mittleren Osten auf den Neandertaler und zeugte Mischlinge mit ihm. Bis heute tragen Europäer und Asiaten daher rund zwei Prozent DNA der ausgestorbenen Eiszeitmenschen in sich.

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