„Sinn des Lebens“


„Also, nun kommt der Sinn des Lebens. Nun, es ist wirklich nichts besonderes. Versuch einfach, nett zu den Leuten zu sein, vermeide fettes Essen, lese ab und zu ein gutes Buch, lass Dich mal besuchen und versuch mit allen Rassen und Nationen in Frieden und Harmonie zu leben.“ Monty Python, Der Sinn des Lebens

Föderation des Determinismus

Was ist Sinn?
I. Da gibt es die einen, die sagen, Sinn ist immer Zweck. Es geht um die Erfüllung eines Ziels, möglichst global, übergeordnet.

Die Frage erscheint Atheisten schon etwas absurd. Welchen Zweck soll ein bestimmter Mensch haben? Aus wessen Sicht? Denn unter „Zweckrichtung“ ist doch letztendlich immer eine von außen kommende Verzweckung gemeint. Das Kind dient den Eltern zu deren Selbstverwirklichung ihres Lebenskonzepts. Der Christ dient der Gottheit zum Spielen in dessen Sandkiste und der Hund dient dem Herrn bei der Bewachung des Hofes.

Wenn ein Mensch sich als selbstbestimmtes Wesen versteht, wie könnte er eine von außen kommende Verzweckung je innerlich akzeptieren? Wohl könnte er es, aber er ein selbstbestimmter Mensch müsste sich dafür entscheiden. Also hinge ein solcher Sinn doch wieder vom Menschen ab.

Und letztendlich geht es bei der Sinngebung doch auch darum, dass ein übergeordneter Sinn einen untergeordneten schlägt. Wie im Kartenspiel, die zehn schlägt die neun: Wenn die Christen den Sinn ihres Lebens von einer Gottheit abhängig machen, dann auch deshalb, weil ihnen die Vorstellung anhaftet, dass das Leben in einem sinnlosen Universum, die globale Sinnlosigkeit, nicht gut sei, nicht schön sei – genau das haben sie dann aber, denn die vorgestellte Gottheit lebt doch selbst gottlos in einem sinnlosen Universum. Diese Vorstellung ist also völlig undurchdacht.

Für uns Atheisten lautet die Antwort: Einen von oben nach unten von einer abgeleiteten Sinn kann es rein logisch gar nicht geben – dann brauchen wir ihn aber auch nicht.

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