Demokratie-Studie: Jeder Vierte schätzt die Diktatur


Sehnsucht nach dem starken Mann: Anhänger Francos demonstrieren am Todestag des ehemaligen spanischen Diktators in Madrid. Foto: rtr
Eine weltweite Studie zeigt, dass viele Menschen autoritäre Regierungsformen gar nicht so schlecht finden. Nur relativ wenige Menschen haben viel Vertrauen in ihre Regierung.

Von Damir Fas | Frankfurter Rundschau

Fast 42.000 Menschen in 38 Ländern hat das unabhängige US-Forschungszentrum Pew Research aus Washington in der ersten Jahreshälfte 2017 zu ihrer Einstellung zur Demokratie befragt. Zentrales Ergebnis der Erhebung: 78 Prozent stehen hinter dem Konzept der repräsentativen Demokratie wie der Deutschlands. Allerdings wollen auch 66 Prozent der Befragten mehr direkte Demokratie. Bemerkenswert ist, dass sich weltweit jeweils fast 25 Prozent der Befragten vorstellen können, einen starken Mann an der Staatsspitze zu haben, beziehungsweise vom Militär regiert zu werden.

Die höchsten Zustimmungswerte bekommt die repräsentative Demokratie in Europa, Nordamerika und Australien, in Ländern mit ökonomischer Stärke und einer langen demokratischen Tradition. An der Spitze steht Schweden, wo 52 Prozent der Befragten engagierte Anhänger der repräsentativen Demokratie sind. Deutschland kommt auf 48 Prozent. In Russland sind es dagegen der Studie zufolge nur sieben Prozent.

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