Warum der weltgrößte Schlammvulkan weiterspeit


Schlammvulkan Lusi auf Java speit zehntausende Kubikmeter Schlamm täglich und hat bereits 60.000 Menschen vertrieben. © American Geophysical Union
Nicht zu stoppen: Der Schlammvulkan „Lusi“ auf Java ist seit elf Jahren unaufhörlich aktiv – jeden Tag stößt er zehntausende Kubikmeter Schlamm aus. Warum diese Eruption nicht aufhört, haben Forscher jetzt herausgefunden. Demnach ist der Schlammvulkan über unterirdische Gänge mit einem nahen Vulkankomplex verbunden. Über diese strömen Magma und heißes Wasser ins schlammige Sediment des Lusi und halten die Eruption in Gang – wahrscheinlich noch über Jahre hinaus.

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Es begann am 29. Mai 2006: In der Nähe einer Testbohrung im Osten Javas schoss plötzlich eine 50 Meter hohe Schlammfontäne aus dem Boden – und hörte seither nicht mehr auf. Täglich speit der Schlammvulkan rund 80.000 Kubikmeter sauerstoffarmes, organisches Sediment, das alles Leben im nahen Umkreis erstickt und Teile umliegender Orte unter einer 40 Meter dicken Schicht begraben hat. Alle Versuche, die Eruption zu stoppen oder wenigstens einzudämmen waren bisher vergeblich.

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