Weitere Geheimdokumente zur Kuba-Krise freigegeben


55 Jahre nach den dramatischen Tagen auf Kuba veröffentlicht das National Security Archive Akten des Pentagons, welche dieses Jahr freigegeben wurden. Das nun bekannte Material betrifft vor allem Planungen der Militärs für eine Besetzung Kubas. Projektiert wurde der Abwurf von Flugblättern, in denen man die Bevölkerung zum Zuhausebleiben auffordern wollte. Alles, was sich bewege, werde als Ziel bewertet.

Von Markus Kompa | TELEPOLIS

Während der Kuba-Krise war die Lage vor allem deshalb so gefährlich, weil Militärs und Geheimdienste schlicht und ergreifend keinen Überblick über die Vorgänge auf der Insel und das bereits dort befindliche nukleare Potential hatten. So hatten die Sowjets auf den US-Stützpunkt Guantanamo Bay ein atomar bestückter Kurzstreckenflugkörper gerichtet. Diese neuen Freigaben enthalten keine sensationellen Erkenntnisse, ergänzen jedoch die Quellenlage insbesondere hinsichtlich der Mentalität der Strategen im Pentagon.

Spannend ist vor allem ein Plan, Kuba fälschlicherweise der Verletzung internationalen Rechts zu bezichtigen, was die USA zum bewaffneten Konflikt mit den kubanischen Streitkräften nötige.

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